Der Handel mit CFD’s – worauf zu achten ist

Der Handel mit CFD`s (steht für: Contract for Difference), auch als Differenzkontrakte bezeichnet, ist für die Trader eine attraktive Form und ideale Alternative zum herkömmlichen Aktienhandel. Aufgrund des recht simplen Konstrukts dieser Handelsform, ist diese auch für Einsteiger optimal geeignet. Doch insbesondere Newcomer auf diesem Gebiet ist es dringend zu empfehlen, sich bereits vorab mit wissenswerten und nützlichen Hintergrundinformationen versorgen. Das Traden mit CFD´s ist eine hochspekulative Angelegenheit, die ohne das notwendige Know How auch den Totalverlust des eigenen Kapitals bedeuten kann. Sobald man sich bewusst ist, dass mit den hohen Chancen auf lukrative Gewinne auch das Risiko ansteigt, ist der erste Schritt in die richtige Richtung bereits vorgenommen worden.

Das Prinzip des CFD Handel

Vereinfacht lässt sich der Handel mit Differenzkontrakten mit einer „Wette“ auf fallende oder steigende Kurse des Basiswertes eines Finanzprodukts umschreiben. Man besitzt also die Möglichkeit zu kaufen, sofern man der Ansicht ist, dass die Marktpreise eines ausgewählten Finanzprodukts steigen werden. (Long Position). Zum anderen verkauft man sein Derivat, sofern man der Meinung ist, dass dessen Wert fallen wird. (Short Position).

Liegt man mit seiner Aussage richtig, so ergibt sich aus der Differenz des Grundwertes des Handelsguts der Ertrag. Entscheidet sich jedoch der Markt gegen die getroffene Entscheidung, so verliert man seinen Einsatz.

Hinter dieser simplen Umschreibung stecken jedoch umfangreiche Möglichkeiten, um mit CFD zu handeln. Hier einige handelbare CFD Produkte:

  • Währungspaare (die Währung der stärksten Nationen wie US Dollar/Euro, Japanischer Yen/Schweizer Franken, Britisches Pfund/Australischer Dollar)
  • Aktien
  • Rohstoffe
  • Indizes
  • Futures
  • Optionen
  • Staatsanleihen

Welche Kosten können entstehen

Die Kosten sind je nach Broker unterschiedlich. Die wesentlichen Gebühren, neben

  • Kommission,
  • Haltekosten
  • Inaktivitätsgebühren

fallen jedoch bei jedem Broker durch so genannte Spreads und die Margin an.

  • Margin

Wie in einem ausführlichen Online Artikel auf CMC Markets nachzulesen ist, ist bei der Eröffnung einer Position eine Sicherheitsleistung, die Margin, beim Broker zu hinterlegen. Dabei ist die Margin lediglich ein geringer Anteil des eigentlichen Basiswertes des Finanzprodukts. Der Trader nutzt also einen Hebel. Dadurch ist er in der Lage, mit einem geringeren Kapitaleinsatz ein deutlich höheres Finanzvolumen zu bewegen. Die Höhe der Margin ist für die unterschiedlichen festgelegt Positionsgrößen durch den Anbieter festgelegt.

Beispiel für eine Marginberechnung:

Aktie XY                                       Kauf                             Wert der Transaktion    Höhe Margin

 

Basiswert 50.00 Euro                    200 Aktien                    10.000 Euro                 10%

Berechnung: 10% von 10.000 Euro = 1.000 Euro

Die Marginforderung des Brokers beträgt demnach also 1.000 Euro. Mit diesem niedrig anmutenden Einsatz kann nunmehr ein Vielfaches des ursprünglichen Basiswertes bewegt werden.

Doch Vorsicht ist natürlich geboten. Auch bei potentiellen Verlusten greift die Hebelwirkung – allerdings zum Nachteil des Traders. Hierbei können die Verluste die Einlagen erheblich übersteigen. Daher sollten sich alle CDD Händler dieses Risiko vollständig bewusst sein. In jedem Fall empfiehlt es sich, vor dem ersten Einstieg sich durch seriöse und erfahrene Broker beraten zu lassen.

  • Spreads 

Unter dem Begriff Spread versteht man die Differenz zwischen dem angegebenen Kauf – und Verkaufskurs. Dabei gilt es zu beachten, dass der Einkaufskurs stets höher ist als der, des Verkaufs.

Beispiel:

Der Trader spekuliert auf das Währungspaar USD/EUR.

Kurs USD/EUR            Kauf                                        Verkauf

1,4077(4)                                 1,4077(9)

Der Spread liegt hier als bei 0,5 (Zahlen in Klammern sind ausschlaggebend). Der Markt müsste sich also um mindestens 0,5 Punkte zu Gunsten des Traders entwickeln, damit dieser einen Gewinn erzielen wird. Daher ist natürlich auch die Wahl des Brokers nach Angaben des Online Fachorgans broker-test.de von herausragender Bedeutung.

Regeln beachten

Neben dem Basiswissen, der Marktbeobachtung und der Informationsgewinnung, gilt es, weitere Regeln zu beachten, um letztlich erfolgreich traden zu können. Die Grundvoraussetzung ist es, nur das Kapital einzusetzen, das auch bei Verlusten verschmerzt werden kann. Von der Aufnahme eines für den CFD Handel Kredits ist in jedem Fall abzuraten.

Darüber hinaus ist der Stopp-Loss zwingend anzuwenden, denn diese Maßnahme schützt vor übermäßigen Verlusten. Und die entstehen auch, wenn die Gier nach „unendlichen“ Gewinnen ansteigt. Lieber einen kleineren Ertrag einstreichen, als darauf zu spekulieren, dass das Derivat in unermessliche Höhen steigt.

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