Tauziehen um Teenager: Wer bekommt Zuculini? PDF Drucken E-Mail
werdernewsWerder jagt das Teenager-Talent: Die Bremer sind stark an der Verpflichtung des argentinischen Jung-Nationalspielers Franco Zuculini (18) von Erstligist Racing Club de Avellaneda interessiert. Doch es gibt ein Problem:

Werder jagt nicht allein. Auch 1899 Hoffenheim buhlt um Zuculinis Dienste. Und hat die besseren Karten. Das bestätigte Racing-Clubchef Rodolfo Molina der argentinischen Nachrichtenagentur Telam.

Das erste Ablöse-Angebot der Bremer - angeblich 3,6 Millionen Euro - sei enttäuschend gewesen, sagte Molina. Zwar habe Werder am Dienstag noch einmal nachgebessert, aber "trotzdem bleiben sie unter der Summe, die uns Hoffenheim bereits geboten hatte. Deshalb glaube ich, dass wir das Angebot der Bremer nicht berücksichtigen werden." 1899 soll nach Informationen aus Argentinien 4,7 Millionen Euro aufgerufen haben.

Dennoch ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Zuculinis Spielerberater Adrian de Vicente von der Agentur des Maradona-Managers Jorge Cyterszpiler beurteilt die Lage anders als Molina. Auf Anfrage sagte er gestern: "Das jüngste Angebot der Bremer hat die Situation verändert. Wir gehen davon aus, dass sich in dieser Woche alles klärt." Dabei spielen Clubs aus Italien (unter anderem soll auch Diegos neuer Arbeitgeber Juventus Turin interessiert sein) und Spanien keine Rolle. "Es gibt zwei offizielle Anfragen - aus Hoffenheim und Bremen. Alles andere sind Gerüchte. Stand heute liegt Francos Zukunft in Deutschland", erklärte de Vicente.

Den noch 18 Jahre alten zentralen Mittelfeldspieler gibt es allerdings nicht solo, sondern nur im Doppelpack mit seinem jüngeren Bruder Bruno (16). Vater Zuculini wünscht, dass die Jungs nicht auseinandergerissen werden. Und das könnte ein Plus für Werder sein. Bruno, der derzeit in Avellanedas Jugend spielt und wegen der italienischen Wurzeln der Familie auch mit einem europäischen Pass ausgestattet ist, hätte in Werders U19 oder sogar im Drittligateam eine gute Perspektive. Hoffenheim II spielt nur in der Oberliga.

Klar ist jedoch: Werder geht es in erster Linie um Franco. Nach nur 38 Erstligaspielen ließ Nationaltrainer Diego Maradona den 18-Jährigen am 20. Mai im Testspiel gegen Panama im Nationalteam debütieren. "Franco wird einer der Stars der nächsten WM", prophezeit Maradona: "Aber er muss sich in einer Top-Liga entwickeln."

Quelle kreiszeitung.de
 

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