Wo man Polarlichter an der Nordsee beobachten kann

In wachsender Entfernung vom Nordpol werden Nordlichter immer seltener. Deswegen bestehen an Nord- und Ostsee geringe Möglichkeiten, dieses eindrucksvolle Naturphänomen zu beobachten. Sie treten hier oben aber häufiger als in Süddeutschland auf. Wer zeitlich unabhängig auf Reisen gehen kann, hat deshalb durchaus Chancen auf eine Sichtung.

Je nördlicher, desto besser

Fans der Lichterscheinung kennen einige Orte an der Küste, wo in den letzten Jahren verstärkt Nordlichter zu beobachten waren, z.B. in Hagen bei Bremen. In St. Peter Ording kommt statistisch alle fünf Jahre einmal ein Polarlicht vor, auf Sylt verhält es sich ähnlich. Nordlichter an Deutschlands Küsten gelten deshalb nicht als Regelfall. 2014 traten 14 Nordlichter auf, von denen acht so stark waren, dass Fotografieren möglich wurde.

Im Januar 2016 kam es zu einem eindrucksvollen Schauspiel dieser Naturerscheinung auf Helgoland. In Dänemark oder an den Nordseeküsten Schottlands sind die Polarlichter häufiger zu sehen. Eine kleine Schiffsreise dorthin lohnt deshalb auf jeden Fall, einen ähnlichen Zweck erfüllt die Fahrt auf das offene Meer in nördlicher Richtung.

Die Sonnenaktivitäten und das Wetter an der Nordsee genau verfolgen

Wer Nordlichter an Nord- und Ostsee beobachten will, sollte aufmerksam auf das Wetter und astronomische Nachrichten achten. Werden stärkere Sonnenaktivitäten gemeldet, kommt es vermehrt zu koronalen Massenauswürfen, den CMEs. Sind diese Sonnenstürme erdgerichtet, können in Norddeutschland Polarlicher entstehen. Bei bestimmten starken geogmagnetischen Stürmen treten selbst in Rumänien Nordlichter auf. Die Stärke der Beeinflussung der Erde durch Sonnenstürme wird durch den Kp-Index quantifiziert.

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Wie wird ein Strandkorb hergestellt?

nordlichtpost-strandkorbNordsee und Strandkorb – beides gehört gewiss zusammen und der Korb ist aus Norddeutschland und von den Küsten nicht mehr wegzudenken.

Er ist bekannt dafür, seinen Benutzer vor Wind und Wetter zu schützen, aber: Wer hat ihn eigentlich erfunden, wie sah er ursprünglich aus und auf welche Weise wird er hergestellt?

Elfriede von Maltzahn, eine ältere Dame und Sommergast in Warnemünde, litt an Rheuma und wünschte sich für den Strand ein gemütliches Sitzmöbel. Der Hof-Korbmachermeister Wilhelm Bartelmann aus Rostock nahm sich diesem Wunsch an und fertigte im Jahr 1882 ein einsitziges Möbelstück aus Weiden- und Rohrgeflecht, welches er mit einer Markise bespannte: Der Prototyp des heutigen Strandkorbes war geboren.

Der Strandkorb und seien Herstellung

Strandkorbmanufakturen produzieren heute deutschlandweit jährlich etwa 3.000 Stück. Pro Korb werden zwischen acht und zehn Stunden Arbeitszeit benötigt. Auch wenn einige vorgefertigte Einzelteile zum Einsatz kommen, bleibt die Herstellung eines Strandkorbes Handarbeit. Viele verschiedene Arbeitsschritte sind nötig, bis der Korb die Endkontrolle durchlaufen kann.

Begonnen wird damit, dass in der Tischlerei alle Rahmen- und Kleinteile aus Holz durch Sägen, Fräsen, Bohren, Hobeln und Schleifen bearbeitet werden, um sie anschließend zusammen zu fügen. In einem nächsten Schritt werden alle so gefertigten Teile durch den Prozess des Tauchens wetterfest beschichtet. In der Schlosserei erfolgt anschließend das Fertigen aller metallenen Teile, wie beispielsweise der Beschläge.

Der Hauptaufwand liegt jedoch in der Flechterei. Noch heute ist dieser Prozess reine Handarbeit und fordert entsprechendes handwerkliches Geschick. Für einen Korb werden dabei etwa 500 Meter Band verarbeitet. Bestand das Geflecht früher aus Weide, werden heute Kunststoffbänder verflochten.
Der vorletzte Arbeitsschritt wird in der Polsterei erbracht. Hier werden Markisenstoffe zugeschnitten und genäht, Sitz- und Fußablageflächen gepolstert und die Seitenteile des Korbes bezogen. Zum Schluss werden alle Einzelteile miteinander verbunden.

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Urlaub mit dem Hund an der Nordsee machen?

nordlichtpost-urlaub-mit-hundStehen die schönsten Tage des Jahres wieder vor der Tür, stellt jeder Hundebesitzer sich wohl die Frage, wo sein Hund gern gesehen ist und wo er entspannte Tage verbringen kann. Die Nordsee bietet sich hier besonders gut an. Mit vielen hundefreundlichen Pensionen und Ferienhäusern wird es Hundehaltern leicht gemacht.

Doch nicht nur die Unterkunft sollte passend sein, sondern auch die Umgebung. Spezielle Hundestrände sind an der Nordseeküste in Nordeutschland ausgeschildert und hier können Hund und Hundefreund ganz gelassen und entspannt den Urlaub genießen.

Möchte man mit seinem Vierbeiner nicht in die Ferne schweifen, bietet sich auch Ostfriesland als Ferienregion an. Gerade die ostfriesischen Inseln bieten Hundefreunden eingezäunte Auslaufplätze an, auf denen der Hund Kontakt mit anderen Vier- und Zweibeinern machen kann und ganz ungezwungen auch ohne Leine toben darf. In der Regel besteht eine Leinenpflicht für Hunde, wenn es an den Strand geht. Auch an Hundestränden müssen die Tiere angeleint sein, denn auch hier gilt es, Natur und bedrohte Tierarten zu schützen.

Zur Ferienzeit nach Nordeutschland

Hundestrände, an denen das Tier sich ohne Leine bewegen darf, findet der Besitzer in Dornum und Norddeich. Generell dürfen die Tiere nur mitgenommen werden, wenn der Strandabschnitt als Hundestrand ausgeschildert ist. In Ostfriesland, auf der Insel Sylt können sich die Tiere ungezwungen bewegen, denn hier finden Hundehalter noch verschiedene Strandabschnitte, die zum Toben und Spielen einladen. Dennoch müssen auch hier bestimmte Zeiten eingehalten werden. In der Zeit von November bis März stehen lange Spaziergänge ohne Leine dem Hundefreund zur Verfügung.

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Wie ist es, in einem Reethaus zu wohnen?

nordlichtpost-reethausWer kennt und liebt nicht die malerischen reetgedeckten Landhäuser im Norden? Sie geben Norddeutschland das typische Gepräge und fügen sich natürlich in die Landschaft ein. Immer mehr Menschen suchen unter dem Reetdach „Entschleunigung“ im Urlaub. Was andernorts das Dach aus Palmblättern oder Schiefer darstellt, ist hier das nachwachsende Schilfrohr.

In den ehemaligen Fischerdörfern an der deutschen Nord- und Ostsee begegnet man dieser Bedachung leider immer weniger häufig und doch ist sie so typisch für die Küstenlandschaft: Etwas verträumt und ein bisschen melancholisch wirkt das Reetdach – wie eine tief ins Gesicht gezogene Mütze, die Schutz vor zu starkem Wind und Wetter bietet.

Oft ist das Reetdach mit dunkelgrünem Moos bewachsen und die Giebelseiten des Daches sind mit zwei Pferdeköpfen versehen ( die „echten“ schauen sich nicht an), sie dienen zur „Geisterabwehr“.

Im Urlaub in Norddeutschland umweltbewusst leben

Unter einem Original- Reetdach stellt sich ein tolles Lebensgefühl ein. “ Reet“ ist das getrocknete Schilfrohr, das an Ufern oder auf sumpfigem Gelände wächst und zum Dachdecken verwendet wird. Es handelt sich um ein natürliches Material aus der Region. Es gibt beim Bau keine langen Transportwege, der nachwachsender Rohstoff Schilf ist nachhaltig und sehr langlebig.

So ein Reetdach ist relativ teuer, kann leicht Feuer fangen und abbrennen. Früher war es das Dach für arme Leute: Der Lehmkaten wurde selbst errichtet, darauf das Dach aus im Winter selbst geschnittenem Reet. Diese Baustoffe aus der näheren Umgebung kosteten fast nichts und wurden eigenhändig mit der Schubkarre herangeschafft. Das Reet musste zugeschnitten und auf den Dachsparren festgeklopft werden. Es spezialisierten sich die Reetdach-Decker, aber das ist inzwischen ein seltener Beruf geworden. Doch das Bewusstsein um den Erhalt alter Handwerkstraditionen ist heutzutage angesagter denn je. Gut erhaltene und liebevoll restaurierte Haubarge auf den Ogen und am Nordseestrand künden davon, diese wertvolle Tradition nicht aussterben zu lassen.

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