| Deutschlands Basketballer dürfen in Peking das Dream Team fordern |
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Athen - Um 21.10 Uhr Ortszeit brachen in der Olympiahalle von Athen gestern alle Dämme: Es gab kein Halten mehr für Spieler, Trainer und Funktionäre der deutschen Basketball-Nationalmannschaft.
Vom NBA-Superstar Dirk Nowitzki über Bundestrainer Dirk Bauermann bis
zum Verbandspräsidenten Ingo Weiss - alle lagen sich in den Armen,
herzten sich und tanzten auf dem Parkett. Die ganze Arbeit für das
jetzt erreichte Ziel, die Teilnahme an den Spielen in Peking, hatte
sich gelohnt. Zuletzt konnten sich deutsche Basketballer 1992 für
Olympia qualifizieren.
Während die anderen noch auf dem Feld hopsten, ging Dirk Nowitzki mit einem Handtuch über dem Kopf weinend vor Glück in die Kabine. Er wollte für ein paar Momente allein sein. Sein großer Traum war wahr geworden. Durch ein 96:82 (48:39) gegen Puerto Rico beim Qualifikationsturnier in Athen hatte sich das deutsche Team den letzten von noch drei zu vergebenen Startplätzen in Peking gesichert. Zuvor hatten sich bereits Kroatien und Griechenland qualifiziert. "Wir sind in Peking - alles richtig gemacht", so der knappe Kommentar von Kapitän Patrick Femerling. Es dauerte lange, bis Nowitzki zu Interviews fähig war. Mit geröteten Augen, nach einer Sektdusche durchnässt war er immer noch ungläubig: "Es wird dauern, bis ich mich so richtig freuen kann. All der Schweiß, den man in den letzten Jahren vergossen hat..." Immer wieder stockte seine Stimme. "Der Druck war so groß." Gerade der Star von den Dallas Mavericks hatte immer wieder von diesem Traum gesprochen. "Ich will unbedingt einmal bei einer Eröffnungsfeier ins Stadion einmarschieren", hatte er oft gesagt. 20 Millionen Dollar verdient der gebürtige Würzburger pro Jahr in Dallas, aber Glück und erfüllte Träume kann man nicht kaufen. Seit Jahren nimmt er mit den Mavericks immer wieder vergeblich einen neuen Anlauf, NBA-Champion zu werden. Es ist sehr fraglich, ob der 30-Jährige sich diesen Traum wird jemals erfüllen können. Der andere ist seit gestern wahr geworden. "Jetzt wird erst einmal gefeiert, heute Nacht schlafe ich bestimmt nicht", kündigte Nowitzki an. Dirk Nowitzki ("Das war mein wichtigstes Spiel im Nationaltrikot") und seine Mitspieler, zu denen auch das Trio von Alba Berlin, Patrick Femerling, Steffen Hamann (19 Punkte/machte wohl das beste Länderspiel seiner Karriere) und Philip Zwiener gehört, werden nun in Peking nicht nur am olympischen Turnier teilnehmen. Sie werden stolz ins Stadion einmarschieren, im Athletendorf wohnen und Kontakt zu vielen anderen Sportlern haben. Ein ganz anderes Leben als sonst. "Nachts um zwölf noch in der Mensa einen Riegel holen", so malte es sich Nowitzki gestern Abend schon mal aus. Niemanden interessierte in diesem Augenblick die Auslosung für Peking, bei der die Deutschen eine Hammergruppe mit den USA, Weltmeister Spanien, Gastgeber China, Griechenland und Angola erwischten. Natürlich hat es Nowitzki nicht allein geschafft, der wie in den Spielen zuvor auch gegen Puerto Rico bester Werfer mit 32 Punkten und überragender Mann auf dem Platz war. Sicherlich war er wieder einmal der wichtigste Faktor, natürlich war auch der Einsatz des kurzfristig eingebürgerten Centers Chris Kaman (10 Punkte/12 Rebounds) von den Los Angeles Klippers Gold wert, der dem Team unter den Körben eine neue Dimension gab. Aber der Satz von Nowitzki sagt sehr viel: "Allein bin ich nichts." Es war der Triumph einer Mannschaft, die bis zur letzten Sekunde gekämpft hat. Bundestrainer Bauermann war nur "unsagbar stolz auf die Jungs". Er maß für sich der Olympia-Teilnahme einen ganz hohen Stellenwert zu. Trotz neun nationaler Meisterschaften mit Leverkusen und Bamberg sowie Platz zwei bei der EM 2005 mit der Nationalmannschaft: "Olympia ist ein Lebenshöhepunkt." Nicht nur seiner. Alle werden ihn genießen. Quelle welt.de |
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Athen - Um 21.10 Uhr Ortszeit brachen in der Olympiahalle von Athen gestern alle Dämme: Es gab kein Halten mehr für Spieler, Trainer und Funktionäre der deutschen Basketball-Nationalmannschaft.