| Manchmal ist Fußball doch gerecht |
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Fußball kann manchmal verdammt ungerecht sein. Wie oft verzweifeln Spieler, Trainer, Funktionäre oder Fans, weil ihr Team eindeutig stärker war als der Gegner und trotzdem am Ende verloren hatte. Doch das war beim Turnier um den Schmolke-Cup in der Kreissporthalle ganz anders. Die beiden mit Abstand besten Teams standen sich im Finale gegenüber. Und dass der Außenseiter VSK Osterholz-Scharmbeck II in einem packenden Endspiel gegen den SV Blau-Weiß Bornreihe mit 3:2 die Nase vorn hatte, das ging durchaus in Ordnung.Sicherlich hatte der VSK II die deutlich leichtere Gruppe erwischt, die drei Kreisligisten TSV Wallhöfen, SV Komet Pennigbüttel und 1. FC Osterholz-Scharmbeck hatten einfach nicht die gleiche Kragenweite wie die U23 des VSK. Die Art und Weise, wie der VSK die Gegner abfertigte, war allerdings beeindruckend. So sollte Günter Hermann mit seiner Prognose nach Ablauf der Hinrunde Recht behalten: "Ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass unsere U23 heute das Turnier gewinnt." Hermann saß ganz oben auf der Tribüne, sein Ärger über den indisponierten Auftritt seines eigenen Teams in den drei Vorrundenpartien zuvor war unverkennbar. Doch dazu später. Die Zweite hatte längst einen Lauf, das Team spielte ausgezeichnet zusammen, so war der 3:0-Erfolg im Halbfinale gegen den Ligarivalen FC Worpswede völlig ungefährdet, zumal sich der FCW mit einer Zwei-Minuten-Strafe für Paul Hollwedel selbst dezimierte. Es blieb übrigens die einzige Zeitstrafe in einem sehr fair verlaufenen Turnier, das von den beiden Referees Axel Wendt (Basdahl) und Axel Martin (Nordholz) sehr gut geleitet wurde. Es gab eigentlich nur ein Team, das an diesem Tage den VSK II hätte stoppen können: die Moorteufel aus Bornreihe. Das lag vor allem an einem Duo, das sich gesucht und gefunden hatte: Christian Holldorf und Max Klimmek. Holldorf (4 Tore) und Klimmek (3) waren die auffälligsten Spieler des Turniers, legten perfekt füreinander auf und waren zumeist auch die Wegbereiter für die Tore von Niklas Flathmann (3), Tobias Prigge (3) und Neuzugang Mustafa Oelge (2). Den spektakulärsten Assist des Turniers hatte ebenfalls Christian Holldorf zu verzeichnen, als er im Halbfinale den Torschützen Tobias Prigge wunderschön über die Bande bediente. Das ungewöhnlichste Tor des Turniers ging übrigens auf das Konto von Arne Sense (VSK II), der als kleinster Spieler im Team mit einem Kopfball über den verdutzten FCO-Torwart Philip Rucki hinweg zum 1:0-Zwischenstand (Endstand 4:0) ins Tor traf. Der VSK II stieß erst im Finale auf Widerstand, in den vier Partien zuvor hatte das Team jeweils leichtes Spiel gehabt. Der VSK II ließ sich auch von einem 1:2-Rückstand nach Bornreiher Toren von Christian Holldorf und Mustafa Oelge nicht vom Kurs abbringen. André Stüssel und Philipp Bähr sicherten ihrem Team mit den Treffern zum 3:2-Endstand den Turniersieg. Verdientermaßen, wie auch Bornreihes Vereinsboss Jan Flathmann fand: "Der Sieg für den VSK II geht in Ordnung." Und Hambergens Trainer Sacha Kortylak stieß ins gleiche Horn: "Es hat die beste Mannschaft das Turnier gewonnen." Der VSK war ausgeglichener besetzt, acht Akteure trafen während des Turniers ins Schwarze. Eugen Zilke wurde zusammen mit Bornreihes Christian Holldorf zweitbester Schütze des Turniers. Den Titel sicherte sich Worpswedes Marvin Mainz mit fünf Toren. Deren drei erzielte Mainz gleich im Auftaktspiel - beim 3:1-Sieg gegen den VSK I. Der Siegerscheck in Höhe von 250 Euro bleibt also beim VSK, doch eigentlich hatte die Oberligaformation das Geld einspielen sollen. So stellte der Ausrichter die beiden Überraschungsteams: Die eigene Zweite als Sieger sowie die Erste als jäh gestrauchelter Favorit. In allen drei Vorrundenpartien hatte der VSK I mit 1:0 geführt, sich dann aber ungeschickt angestellt. "Ich weiß nicht, ob die Spieler geglaubt hatten, sie müssten dann nichts mehr tun", grantelte Günter Hermann. Und auch Manager Hinrich Breden fand den Auftritt "absolut nicht in Ordnung". Wohl dem, der zwei Eisen im Feuer hat. Wie der VSK. Quelle Osterholzer Kreisblatt |
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Fußball kann manchmal verdammt ungerecht sein. Wie oft verzweifeln Spieler, Trainer, Funktionäre oder Fans, weil ihr Team eindeutig stärker war als der Gegner und trotzdem am Ende verloren hatte. Doch das war beim Turnier um den Schmolke-Cup in der Kreissporthalle ganz anders. Die beiden mit Abstand besten Teams standen sich im Finale gegenüber. Und dass der Außenseiter VSK Osterholz-Scharmbeck II in einem packenden Endspiel gegen den SV Blau-Weiß Bornreihe mit 3:2 die Nase vorn hatte, das ging durchaus in Ordnung.