Die Suche nach Mister X und Mister Y PDF Drucken E-Mail
lokalsportZwei Fragen drängen sich vor dem Oberligaschlager zwischen dem VSK Osterholz-Scharmbeck und dem TuS Heeslingen am heutigen Freitag um 19 Uhr auf: Wird der VSK erstens den bösen Fluch vertreiben und endlich wieder gegen Heeslingen gewinnen, nachdem es zuletzt nur Pleiten gegeben hatte? Zweitens: Wer ist der neue erfahrene Spieler, den der VSK im Laufe der Woche geholt hat? VSK-Trainer Günter Hermann bestätigte die Verpflichtung, wollte aber dessen Namen noch nicht herausrücken.

Heute Abend wird der Neuzugang dem Team vorgestellt. Bis dahin gilt es noch, einige Formalitäten bezüglich der Freigabe zu klären, das ließ Hermann durchblicken.
Der neue Mister X sei erfahren und ein Mann für das offensive Mittelfeld, sagte der VSK-Coach. Man darf also gespannt sein, welche Fußballer mit Oberligaqualitäten sich heute Abend rund um das Stadion herumtreiben, vielleicht ja sogar in Zivil aus der VSK-Kabine kommen.
Apropos rund um das Stadion: Die neue Heimstätte des VSK wurde mit viel Aufwand neu hergerichtet, um solche Fußball-Leckerbissen wie VSK gegen Heeslingen in einem angemessenen Ambiente stattfinden zu lassen. Gespielt wird heute Abend aber nicht im, sondern neben dem Stadion - auf dem Gut-Heil-Platz.
Heeslingen schob einer Vorverlegung auf 18.30 Uhr den Riegel vor. Und da das Stadion über kein Flutlicht verfügt, wird nun auf dem Gut-Heil-Platz gespielt. VSK-Manager Hinni Breden findet das nicht lustig und machte aus seinem Unverständnis für das Veto aus Heeslingen keinen Hehl.
VSK-Trainer Günter Hermann nahm's mit Humor: "Mir ist das egal. Da kennen wir jeden Grashalm. Und jedes Loch auf dem Platz." Derweil wies Hinni Breden auf Parkplatzprobleme für heute Abend hin. Am Stadion stehen nur wenige Plätze zur Verfügung. Der Erntefestplatz oder die Stadthalle wären Alternativen.
Somit bleibt Marc-Patrick Tietjen bis auf Weiteres der einzige Oberliga-Torschütze im neuen Stadion. Tietjen hatte zum 1:0-Sieg des VSK gegen Northeim getroffen. Und genau jener Marc-Patrick Tietjen hat in den vergangenen Wochen eine Entwicklung durchgemacht, die ihm kaum jemand zugetraut hatte. Tietjen hatte einfach mal über seinen Berater Jörn Heins bei Günter Hermann angeklopft. Hermann hatte Tietjen eigentlich überhaupt nicht auf der Rechnung. Dennoch durfte er mal mittrainieren. Tietjen durfte sogar mit ins Trainingslager, und dort hat sich Günter Hermann fast schon ein wenig in den Spielstil Tietjens verliebt.
"Marc ist sofort aufgefallen. Vor allem, weil er so frech auf dem Feld war. Dieser Junge macht so richtig Spaß", sagte Hermann. Die Beinschüsse hat er Tietjen allerdings schleunigst ausgetrieben. Tietjen hatte beim VSK schnell Blut geleckt: "Das Team hat mir gut gefallen. Ich kann nur sagen, ich wollte in diese Mannschaft", blickt der Zivildienstleistende zurück. Und wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg - zumindest, wenn man einen so ausgeprägten Willen hat wie Marc-Patrick Tietjen.
Sicherlich spielte dem Senkrechtstarter ordentlich in die Karten, dass der VSK im personellen Bereich von einer Katastrophe in die andere schlittert. Jorit Löhr, Patrick Hermann, Peer Jaekel, Stefan Franke und Philipp Bähr fehlen gegen Heeslingen definitiv, hinter den Einsätzen von Marco Ordenewitz und Felix Jaekel stehen dicke Fragezeichen. Zu allem Überfluss tut sich jetzt noch eine andere Baustelle auf, die Günter Hermann überhaupt nicht auf dem Ticker hatte: Ersatztorwart Daniel Reck nimmt seinen Hut, der Keeper geht studienbedingt nach Braunschweig. Mister X für das Mittelfeld ist an Bord, nun wird noch ein Mister Y für das Tor gesucht. Doch erstmal soll die Bilanz gegen Heeslingen aufpoliert werden. Egal, ob im oder neben dem Stadion.

Quelle Osterholzer Kreisblatt
 

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