VSK enttäuscht gegen Ottersberg PDF Drucken E-Mail
lokalsportDer erste Finalist bei der Fußball-Sportwoche des SV Blau-Weiß Bornreihe um den Hans "Hexe" Wendelken-Cups steht fest: Es ist der TSV Ottersberg, der nach Elfmeterschießen den VSK Osterholz-Scharmbeck mit 5:3 (1:1/0:0) bezwang. Das Team von Trainer Axel Sammrey trifft damit am Sonntag um 17.30 Uhr auf den Gewinner der Partie RW Cuxhaven - BW Bornreihe (war am Freitagabend bei Redaktionsschluss noch nicht beendet).

Im zweiten Spiel sorgte Werder Bremens U 21 (Bremen-Liga) mit dem 12:0 (7:0) gegen den völlig enttäuschenden TSV Gnarrenburg (Bezirksliga 3) für ein Rekordergebnis. Weil die Bremer aber am Dienstagabend dem TSV Ottersberg mit 1:2 unterlagen, sind sie aus dem Turnier ausgeschieden. Eigentlich schade, weil viele Zuschauer gerne noch mehr Tore von Fabian Burdenski gesehen hätten: Der 18-jährige Sohn der Torwart-Legende war eigentlich nur ein Leihgabe aus dem A-Junioren-Team: Er traf viermal, bewies auf der Zehner-Position schon viel Umsicht und glänzte durch körperliche und technische Reife.

VSK Osterholz-Scharmbeck - TSV Ottersberg n.E. 5:3 (1:1/0:0): Für die zweite Enttäuschung des Spieltages sorgte der VSK, der den Ottersbergern in jeder Beziehung unterlegen war. Mehreren Glanzparaden von Torwart Daniel Reck sowie der Unentschlossenheit des Gegners im Abschluss war es zu verdanken, dass der VSK überhaupt das Elfmeterschießen erreichte. Ein Glückstreffer von Manuel Weinrich (Heber über Torwart Tim Eggert/54.) sorgte für das 1:0, das Ottersbergs Mateusz Peek erst spät (71.), allein vor Reck, egalisierte.

Als "absolute Katastrophe" empfand auch VSK-Trainer Günter Hermann das Spiel seiner Mannschaft, der er lediglich zugute hielt, dass sie nach den vorangegangenen, kräftezehrenden Übungseinheiten müde wirkte. "Aber erwarten kann ich ja wohl von den Spielern, dass sie einen Pass über fünf Meter spielen können", grantelte Hermann. Pässe spielten sie sehr wohl - nur dass sie dann beim Gegner landeten. Unerwartet viele Bälle gingen in der Vorwärtsbewegung verloren, sodass Konterchancen schon im Ansatz verpufften. Im Kampf Mann gegen Mann war meistens der TSV der Sieger. Kein Wunder, dass für die beiden Spitzen Weinrich und Torben Poppe kaum Bälle ankamen. Und wenn, dann klärte in der Ottersberger Innenverteidigung vor allem der 21-jährige Marco Wahlers sehr souverän.

Auf der anderen Seiten hatten Dennis Votava und Dirk Dittrich allergrößte Mühe, Ottersbergs schnellen Stürmer Lars Behrens zu bändigen, der mehrfach trotzdem frei zum Schuss kam und stets nur knapp scheiterte. Im VSK-Angriff wehte dagegen kaum mehr als ein laues Lüftchen. Doch personelle Alternativen hat Günter Hermann kaum. Die beiden als Offensivverstärkungen gedachten Daniel Mullert (Schambeinentzündung) und Marco Ordenewitz (Zerrung) fallen derzeit aus.

Am Rande des Turniers wurde bekannt, dass der VSK aber noch einen Neuzugang verpflichten konnte: Es ist der noch für die A-Junioren spielberechtigte Jascha Stern aus Bramsche. Zuletzt spielte er für die Bundesliga-A-Jugend von Rot-Weiß Essen. "Jascha zeigt sehr gute Ansätze", setzt Günter Hermann große Hoffnungen in den Neuen, "er ist offensivstark und kann links wie rechts schießen." Die VSK-Routiniers enttäuschten am Donnerstagabend am meisten. "Weil sie von sich selbst selbst enttäuscht waren", begründete der VSK-Coach, "und einer wie Jorit Löhr war deshalb viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt."

"Am gefährlichsten fand ich noch Sascha Jütting", meinte Ottersbergs Trainer Axel Sammrey. In der Tat hatte der Ex-Bornreiher nach schönem Pass von Julian Stroppel eine Großchance, doch er scheiterte an Tim Eggert (21.). Ottersberg investierte viel mehr ins Spiel und war auch ohne Seidel, Baller (beide angeschlagen) und Schoepe (Trainingsrückstand) die überlegene Mannschaft, die den VSK immer wieder in dessen Hälfte einschnürte.

TSV Gnarrenburg - SV Werder Bremen U 21 0:12 (0:9): Wie paralysiert wirkten die Gnarrenburger, die nur zu Beginn durch Sascha Willen eine Torchance besaßen (12.) und ansonsten orientierungslos über den Platz liefen. "Ich habe dafür keine Erklärung", war auch Co-Trainer Marco Monsees von dieser Leistung geschockt. Die Bremer konnten ihre Chancen schulmäßig vorbereiten und verwerten. "Sehr ordentlich gespielt, vor allem in der ersten Halbzeit", war Werder-Trainer Andreas Ernst überaus zufrieden mit der Leistung seiner jungen Elf. "Die Tore sind gut fürs Selbstvertrauen."

Der Hitze auf dem Platz und der derzeit starken Trainingsbelastung sah er es geschuldet, dass die U 21 nach der Pause es etwas gemächlicher angehen ließ. Die Kontrolle über Spiel und Gegner gab Werder aber zu keinem Zeitpunkt ab. Dabei hatten die Bremer sogar zwei Anleihen bei den A-Junioren genommen. Neben dem bereits erwähnten Fabian Burdenski spielte mit Kevin Behrens noch ein weiterer Akteur des 91er-Jahrgangs mit.

Quelle Osterholzer Kreisblatt
 

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