Ein Remis zum wahnsinnig werden PDF Drucken E-Mail
lokalsportDiese A-Junioren des VSK Osterholz-Scharmbeck treiben ihren Trainer Andreas Grote schier in den Wahnsinn. "Ich weiß wirklich nicht, wie lange meine Nerven das noch mitmachen", sagte Andreas Grote nach dem 3:3 (2:2)-Remis seiner Schützlinge im Gastspiel in der Fußball-Niedersachsenliga der A-Junioren bei der SV Ahlerstedt/Ottendorf.

Eigentlich hatte der VSK mit einem Sieg beim Tabellenvorletzten den Klassenerhalt unter Dach und Fach bringen wollen. Nach diesem Unentschieden kommt es am letzten Spieltag zu einem Saisonfinale, wie es spannender kaum sein könnte. Sollte Acosta Braunschweig am kommenden Sonnabend das Stadtderby gegen Eintracht Braunschweig II gewinnen, müsste der VSK bei seinem Gastspiel beim Tabellenfünften BV Cloppenburg mindestens einen Punkt holen, um die Liga zu halten. Große Spannung im Fernduell Acosta/VSK ist schon jetzt garantiert.

Bei ein wenig mehr Cleverness hätte der VSK gar nicht in diese knifflige Situation geraten müssen. Die Kreisstädter spielten den Gegner zunächst nach allen Regeln der Kunst an die Wand. Noch keine vier Minuten waren gespielt, als Steffen Dietrich energisch nachsetzte und der Ball zu Julian Kitkowski gelangte, der aus sechs Metern zum 1:0 einschob. Fünf Minuten später führte der VSK bereits mit 2:0: Erneut war es Julian Kitkowski, der nach einem Freistoß von Sören Fehrmann diesmal mit dem Kopf zur Stelle war.

Doch was jetzt passierte, das trieb Trainer Andreas Grote zur Weißglut: "Da führst du auswärts mit 2:0 und wir haben den Gegner im Sack. Doch anstatt abzuwarten rennen alle nach vorne und wollen das 4:0 und 5:0 machen", schimpfte der Übungsleiter, ehe er eine alte Fußballerweisheit bemühte: "Vorne werden Tore geschossen, hinten Spiele gewonnen. Wir führen mit 2:0 und werden ausgekontert. So etwas geht taktisch gar nicht." Grotes Frust war nur zu verständlich: Die beiden Ahlerstedter Treffer (15./36.) hätte sich der VSK bei ein wenig mehr Aufmerksamkeit ersparen können.

Zum Zeitpunkt des Ausgleichs befand sich Julian Kitkowski übrigens bereits in der Kabine. Ein Gegenspieler hatte ihm eine Kopfnuss verpasst, Kitkowski daraufhin seinen Kontrahenten mit beiden Händen weggeschubst. Der Schiedsrichter zeigte beiden Akteuren die Rote Karte (32.).

Die 3:2-Führung für den VSK entsprang einer sehr schönen Kombination mit zwei Doppelpässen über Sören Fehrmann, Phillip Bähr und Mahmoud Manaa, ehe Hendrik Lütjen vollstreckte (58.). Mit ihrem Ausgleichstreffer zum 3:3 (65.) sorgten die Ahlerstedter dafür, dass das Saisonfinale für den VSK alles andere als langweilig wird.

Quelle Osterholzer Kreisblatt
 

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