| Bornreihe schreibt erneut Geschichte |
|
|
|
Die Legende um die Moorteufel ist um ein Kapitel reicher. Denn was sich am Dienstagabend auf dem Platz bei Postels abspielte, das darf getrost als eine zumindest kleine Sensation betrachtet werden. Der SV Blau-Weiß Bornreihe wuchs in einer am Ende dramatischen Partie im Presse-Supercup der Bremer Tageszeitungen AG gegen den Fußball-Regionalligisten FC Oberneuland über sich hinaus und beförderte völlig überraschend den haushohen Favoriten mit 7:6 (2:1, 3:3) nach Elfmeterschießen aus dem Wettbewerb.
Dieses packende Spiel nahm so viele Wendungen, das Pendel schlug so oft hin und her - die Moorteufel boten ihren Fans wieder einmal Unterhaltung auf höchstem Niveau. Mit einem Happy End, das rund eine Viertelstunde vor Schluss so in dieser Form wohl niemand mehr auf dem Ticker hatte. Doch der Reihe nach: Beide Teams entgegneten einander mit viel Respekt, so spielte sich das Geschehen zunächst nur selten vor den Toren ab. Dann trat Jonathan Klimmek auf den Plan. Und wie! Schuss aus 30 Metern, FCO-Keeper Dominik Schütz lässt das Leder durch die Hände rutschen - 1:0 nach 27 Minuten. Perfekter Konter über die rechte Seite, Batouche schickt Holldorf, der gibt in die Mitte zu Klimmek, der den Rest erledigt und einschiebt - 2:0 nach einer halben Stunde. Zweimal hatte Bornreihe zu diesem Zeitpunkt auf das Tor geschossen - jeder Schuss ein Treffer. Hätte Bornreihe die Partie verloren, wäre das postwendende Anschlusstor vermutlich noch einmal auf die Tagesordnung gekommen. Beim Freistoß von Sedat Yücel aus 22 Metern ging die Bornreiher Mauer anstatt in die Höhe zu springen auf Tauchstation, so war Florian Leschnik im Tor machtlos (34.). 2:1 stand es zur Pause für Bornreihe, und was sich in der Pause auf dem Platz abspielte, das brachte das Blut in den Adern zum Gefrieren. FCO-Coach Mohamed Amiq verzichtete mit dem Team auf den Gang in die Kabine. Vor der Mannschaftsbank kamen Spieler und Trainer zusammen. Es herrschte Grabesstille, mit versteinerter Miene schritt Amiq durch die Reihen. Viel mehr als ein "lächerlich" bekamen die Spieler nicht zu hören. Wie war dieser Mann sauer. Wenn Blicke töten könnten... Die Botschaft kam an. Der Regionalligist drückte auf die Tube, jetzt schien alles den erwarteten Gang zu gehen. Nils Laabs markierte den Ausgleich (63.), der eingewechselte Benedetto Muzzicato brachte den FCO mit 3:2 in Front (71.). Beide Torschützen sind ehemalige VSK-Spieler. Der Jubel über beide Treffer tendierte im kompletten FCO-Team übrigens gegen null. Alle wussten nur zu gut, dass sie im ersten Durchgang einiges ausgefressen hatten und nun mächtig in der Pflicht standen. Bornreihe war nun mausetot. Doch wie durch ein Wunder kamen die Moorteufel in den fünf Schlussminuten noch einmal zurück. Die erste Minute der Nachspielzeit war bereits um, da geschah das Unglaubliche: Jonathan Klimmek tauchte frei vor dem FCO-Tor auf, damit war der Ausgleich zum 3:3 perfekt. Im Elfmeterschießen lagen die Gastgeber nach einem Fehlschuss von Nils Gresens im Rückstand, ehe die Partie abermals kippte. Florian Leschnik parierte den Schuss von Jörn Wemmer, fortan spielten sich unglaubliche Jubelszenen auf dem Platz bei Postels ab. Leschniks trockener Kommentar zum gehaltenen Elfer: "So ist das beim Elfmeterschießen. Da versucht man halt als Torwart, seinen Körper vor den Ball zu kriegen. Und manchmal klappt das dann auch." Mohamed Amiq nahm die Schmach erstaunlich gelassen hin. Zumindest äußerlich: "Kompliment an Bornreihe, die haben verdient gewonnen. Wir haben den Gegner nicht unterschätzt. Wir wussten ja, was hier los ist." Für den Sieger geht es in der dritten Runde gegen Werder Bremen III. Werder? Hört sich nicht schlecht an. Bekanntlich würde Bornreihe gerne gegen Werder Bremen I spielen. Doch dafür müsste der Presse-Supercup gewonnen werden . . . Quelle Osterholzer Kreisblatt |
VERZEICHNIS OHZ
| FREIZEIT A-Z |
| WIRTSCHAFT A-Z |
| VEREINE A-Z |
| ÄRZTE A-Z |
JOB BÖRSE
| BIETE ARBEIT |
| SUCHE ARBEIT |




Die Legende um die Moorteufel ist um ein Kapitel reicher. Denn was sich am Dienstagabend auf dem Platz bei Postels abspielte, das darf getrost als eine zumindest kleine Sensation betrachtet werden. Der SV Blau-Weiß Bornreihe wuchs in einer am Ende dramatischen Partie im Presse-Supercup der Bremer Tageszeitungen AG gegen den Fußball-Regionalligisten FC Oberneuland über sich hinaus und beförderte völlig überraschend den haushohen Favoriten mit 7:6 (2:1, 3:3) nach Elfmeterschießen aus dem Wettbewerb.