| Jagdszenen in der BBS-Halle |
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Die Fans der schönsten Nebensache der Welt sahen bei der Endrunde um die Herrenfußball-Hallenmeisterschaft der Kreisliga Osterholz das hässliche Gesicht dieser Sportart. Verbalattacken unterhalb der Gürtellinie und giftige Duelle auf dem Parkett begleiteten die Finalrunde in der BBS-Sporthalle. Der Kreisstadt-Verein Barisspor Osterholz verteidigte am Ende seinen Titel aus der Vorsaison.
Die Spieler schlugen in den 15 Auseinandersetzungen reihenweise über
die Stränge. "Mein Hobby wird gerade mit Füßen getreten", betonte ein
sichtlich nachdenklicher Spielausschussvorsitzender Jürgen Stenken
(Ihlpohl) auf der Tribüne. Die beiden Schiedsrichter David Krol (SV
Garlstedt) und Michael Ueberschaer (SV Arminia Freißenbüttel) hatten
alle Hände voll zu tun, um die Gemüter auf dem Spielfeld zu beruhigen.
Hoch her ging es insbesondere in den Spielen mit Barisspor-Beteiligung. Die Titelverteidigung rückte für die Fünf um Betreuer Mehmet Sicak nach einer Niederlage (VSK Osterholz-Scharmbeck III, 1:2) und einem Unentschieden (TSV Eiche Neu St. Jürgen, 2:2) bereits frühzeitig in weite Ferne. Die Anhänger und Spieler von Barisspor fühlten sich nach einigen Entscheidungen der Unparteiischen immer wieder benachteiligt und ließen ihren Wutausbrüchen freien Lauf. Übertriebener Einsatz und verbale Entgleisungen brachten schließlich das Fass zum Überlaufen: Hayatin Sicak von Titelträger Barisspor handelte sich nach der zweiten Zeitstrafe sogar einen Turnierausschluss ein. Angesichts zahlreicher Anfeindungen, auch gegen Mitglieder des Spielausschusses, stand das Turnier kurz vorm Abbruch. Die Schützenhilfe des TSV Meyenburg (2:1 gegen VSK Osterholz-Scharmbeck III) und des SV Komet Pennigbüttel (3:2 gegen TSV Eiche Neu St. Jürgen) spielte Barisspor Osterholz in die Karten. Die Neu St. Jürgener hätten im Schlussspiel gegen den SV Komet einen Dreier benötigt, um Barisspor vom Thron zu stoßen. Doch Pennigbüttels Andreas Krohn zog dem Gegner mit dem 3:2-Siegtreffer den Nerv. Der alte und neue Hallenmeister bot auch den erfolgreichsten Torschützen auf. Hassan Jaber traf in den fünf Begegnungen für Barisspor Osterholz insgesamt siebenmal ins Schwarze. Jan Kleen brachte für den SV Komet Pennigbüttel sechs Treffer unter Dach und Fach. Marcel Ebert-Lange (VSK Osterholz-Scharmbeck III) und Florian Wendelken (TSV Eiche Neu St. Jürgen) reihten sich jeweils fünfmal für ihr Team in die Torschützenliste ein. Der Kreisvorsitzende Eckehard Schütt fand angesichts der Begleitumstände bei der Siegerehrung wenig lobende Worte für eine Endrunde, die eigentlich technisch ansprechenden Fußball bot: "Ich bin erschüttert über einige Jagdszenen, die ich wahrgenommen habe." Das Oberhaupt des Fußballkreises Osterholz musste sich auf der Tribüne sogar selbst einige Verbalangriffe gefallen lassen. Die vielen unschönen Szenen auf dem Feld und auf der Tribüne täuschten darüber hinweg, dass die Endrunde mit ihren 15 Spielen und 74 Toren eminent spannend verlaufen war. Den Meister Barisspor Osterholz trennten vom Turniersechsten SV Komet Pennigbüttel gerade einmal vier Zähler. Der VSK Osterholz-Scharmbeck III war die positive Überraschung der Endrunde. "Es ist außerordentlich beachtlich, dass eine dritte Mannschaft den zweiten Platz in der Kreisliga belegt", sagte Jürgen Stenken bei der Siegerehrung. Quelle Osterholzer Kreisblatt |
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Die Fans der schönsten Nebensache der Welt sahen bei der Endrunde um die Herrenfußball-Hallenmeisterschaft der Kreisliga Osterholz das hässliche Gesicht dieser Sportart. Verbalattacken unterhalb der Gürtellinie und giftige Duelle auf dem Parkett begleiteten die Finalrunde in der BBS-Sporthalle. Der Kreisstadt-Verein Barisspor Osterholz verteidigte am Ende seinen Titel aus der Vorsaison.