Hoffen auf den Erfolgstransfer PDF Drucken E-Mail
lokalsportErfolg im Schmolke-Cup hin oder her, Siegprämie hin oder her - was zählt, ist die Liga. Diese Aussage trafen gleichlautend sowohl Christian Holldorf, Spieler im Gewinnerteam des SV Blau-Weiß Bornreihe, als auch Günter Hermann, Trainer des im Finale unterlegenen VSK Osterholz-Scharmbeck. Diese beiden Personen hatten nach dem sportlichen Duell des zum 12. Male ausgetragenen Wettbewerbs übrigens noch ein kleines Wortgefecht.

Schlüsselszene im Endspiel war ein Foul von VSK-Spieler Danny Banach an Holldorf, wofür es eine Zwei-Minuten-Strafe gab. Bornreihe, das 0:2 zurück lag, schaffte den Anschlusstreffer, in letzter Sekunde auch noch das 2:2 durch Waldemar Hamburg (spielte trotz ausgekugeltem kleinen Finger) und erzwang das Neunmeterschießen. Zwischen Holldorf (früher selbst ein VSK-Spieler) und Hermann ging der Redestreit ein paar Minuten hin und her, wie man denn dieses Foul zu bewerten habe, die Rolle des Schiedsrichters dabei und weitere Szenen des Spiels. Die übliche kleine Kabbelei halt zwischen zwei Fußballern, von denen keiner gerne verliert.

Doch im Fazit - jetzt kommen wir auf den Ausgangspunkt zurück - landeten die beiden Protagonisten auf einem Nenner. Die Oberliga Niedersachsen eben, in der der VSK unter den Top-Five rangiert, Bornreihe aber gegen den Abstieg kämpft. Auch Günter Hermann erklärte, dass es für die Bornreiher wichtig sei, den Erfolg aus dem Hallenturnier für die Punktspielserie zu nutzen. Holldorf war heilfroh und auch stolz: "Wir lagen im Finale zurück, haben gekämpft und sind belohnt worden." Das erhoffe er sich auch in der Feldserie für sein Team.

Ein anderes, der TSV Wallhöfen, könnte ebenfalls gut einen Erfolgstransfer vom Turnier in die Punkterunde gebrauchen. Das in der Bezirksliga 3 abstiegsgefährdete Team von Trainer Thomas Altmaier spielte eine ausgezeichnete Rolle im Schmolke-Cup, wurde Dritter. Volle Punktzahl und kein einziges Gegentor in den Gruppenspielen - das war einzigartig. Torwart Kai Badenhop führte das nicht nur auf eine starke Defensivleistung zurück: "Wir sind eben alle gut." Was auch auf die Torausbeute zutraf, fast alle Akteure waren beteiligt, einen speziellen Goalgetter gab’s nicht. "Die Spieler haben sich an die Marschroute gehalten", war der Coach zufrieden. Altmaiers Spielsystem, eine Raute statt der üblichen zwei Zweier-Pärchen, bewährte sich in der Halle.

Quelle Osterholzer Kreisblatt
 

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