| Klassischer Fall von dumm gelaufen |
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Die Szene in der 84. Minute brachte die VSK-Seele zum Kochen. Mannschaftskapitän Julian Stroppel war im eigenen Strafraum zu Fall gekommen und klemmte dabei den Ball ein. Der Schiedsrichter entschied auf indirekten Freistoß, und den hämmerte der Goalgetter des MTV Gifhorn, Fabian Klos, zum 1:1-Endstand in die Maschen. So ging die Siegesserie des VSK Osterholz-Scharmbeck in der Fußball-Oberliga Niedersachsen Ost mit sieben Erfolgen in Serie auf saudumme Art und Weise zu Ende.
So sehr sich Spieler, Trainer und Zuschauer auch an dieser strittigen
Szene erzürnten, die Entscheidung des Unparteiischen war durchaus
vertretbar. Julian Stroppel hatte den Ball nun einmal eingeklemmt. Ob
mit Absicht oder nicht - das Regelwerk sieht in einem solchen Fall
einen indirekten Freistoß für den Gegner vor. Als ob der VSK mit dieser
so unglücklichen Aktion nicht schon genügend bestraft worden wäre, so
fälschte ein VSK-Akteur den wuchtig geschossenen Freistoß von Fabian
Klos ab. Doppeltes Pech für die Hausherren - klassischer Fall von dumm
gelaufen.
Dass ausgerechnet auch noch jener Fabian Klos das schmeichelhafte Ausgleichstor erzielt hatte, war eine Ironie des Schicksals. Klos steht dem Vernehmen nach auf der Einkaufsliste beim Erstligisten VfL Wolfsburg, gestern blieb Klos allerdings seine Erstligatauglichkeit schuldig. In der Anfangsviertelstunde hatte der Gifhorner Angreifer zwei gute Szenen, ansonsten stellte er die VSK-Innenverteidigung mit Dennis Votava und Peer Jaekel kaum vor nennenswerte Probleme. Vor allem nach dem Seitenwechsel fiel Klos eher durch motivationsloses Rumstehen auf. Der gestrige Auftritt von Fabian Klos war jedenfalls kaum geeignet für die eigene Bewerbungsmappe. Natürlich war der Gifhorner Ausgleichstreffer eher ein Geschenk des Himmels, der VSK muss sich aber den Vorwurf gefallen lassen, nicht frühzeitig den Sack zugemacht zu haben. Chancen dafür waren jedenfalls genug vorhanden. So blieb es bei dem einen VSK-Treffer, den Sascha Jütting nach exakt einer halben Stunde erzielt hatte. Manuel Weinrich hatte aus 25 Metern abgezogen. Der Ball klatschte an den Pfosten, und Sascha Jütting drückte den Abpraller über die Linie. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Gifhorn die besseren Torchancen gehabt, doch der VSK-Torwart Björn Müller war mehrfach auf der Hut gewesen (3./6./21.). Nach dem Seitenwechsel ging es nur in eine Richtung: auf das Gifhorner Tor zu. Der sehr agile Manuel Weinrich scheiterte mit einem Kopfball. Yasin Bilgin schoss zunächst aus 25 Metern und kurz darauf nach schönem Doppelpass mit Sascha Jütting aus spitzem Winkel daneben (62./63.). Ein Schuss von Sven Meinecke wurde kurz vor der Torlinie abgeblockt (70.) - Torchancen hatte der VSK genügend. Bis diese vermaledeite 84. Spielminute begann, bis dieser Freistoß das bessere Team so tief ins Mark traf. Als ob der Unparteiische Markus Thiel mit diesem spektakulären, aber durchaus vertretbaren Pfiff nicht schon zum Hauptdarsteller geworden wäre, zog sich Thiel in den Schlussminuten auch noch den Zorn der Gäste zu: Weil der zuvor ausgewechselte Paul Koterwa beim Jubel über den Ausgleichstreffer auf das Feld gestürmt war, wurde Koterwa mit Gelb/Rot in die Kabine geschickt. Vom Regelwerk sicherlich vertretbar, ob zwingend notwendig, darüber mag sich jeder selbst ein Urteil bilden. Zwingend notwendig war aber die Rote Karte für Steffen Erkenbrecher, der Julian Stroppel rüde hinten auf die Hacken getreten hatte. Weniger die beiden Platzverweise als vielmehr der Freistoß zum Ausgleich war aber das zentrale Thema. Und so mancher VSK-Fan hätte sich dabei am liebsten das Regelwerk vom Eishockey herbeigewünscht: Dort gibt es bei einer eingeklemmten Scheibe nämlich einen Bully . . . Quelle Osterholzer Kreisblatt |
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Die Szene in der 84. Minute brachte die VSK-Seele zum Kochen. Mannschaftskapitän Julian Stroppel war im eigenen Strafraum zu Fall gekommen und klemmte dabei den Ball ein. Der Schiedsrichter entschied auf indirekten Freistoß, und den hämmerte der Goalgetter des MTV Gifhorn, Fabian Klos, zum 1:1-Endstand in die Maschen. So ging die Siegesserie des VSK Osterholz-Scharmbeck in der Fußball-Oberliga Niedersachsen Ost mit sieben Erfolgen in Serie auf saudumme Art und Weise zu Ende.