Auch Maschen ist kein Stolperstein PDF Drucken E-Mail
lokalsportDer VSK Osterholz-Scharmbeck hat auch den VfL Maschen genutzt, um seine Position in der Fußball-Oberliga Niedersachsen Ost zu festigen und sich für die weiteren Aufgaben einzuspielen. Das 3:1 (1:1) war nun bereits der vierte Sieg in Folge, zwar schwer herausgearbeitet, aber doch überaus verdient.

Für den ersten Aufreger in Pennigbüttel hatte jedoch schon vor Spielbeginn Schiedsrichter Dennis Krohn (Reinbek) gesorgt, der keine Zuschauer auf der Seite mit den Mannschaftsbänken haben wollte - wegen der fehlenden Absperrung. Bei den 200 Besuchern, die sich die Partie ansehen wollten, hatten die Ordner mit dieser Anweisung aber keine Mühe.

In Richtung der meisten Zuschauer, die nun hinter dem Tor am Vereinsheim standen, ging es für den VSK aber dennoch in der ersten Halbzeit nicht oft genug. Gefährlich wurden die Aktionen der Gastgeber, die sich schnell eine leichte Feldüberlegenheit herausgearbeitet hatten, nämlich nur, wenn es schnell und überraschend zuging - und das tat es viel zu selten.

Eine unglückliche Aktion von VSK-Kapitän Julian Stroppel gegen sein VfL-Pendant Silko Fraerks führte dann zu einem Freistoß für Maschen direkt an der Strafraumgrenze der Platzherren - eine Einladung an den 43-jährigen Maschener Abwehrrecken Dirk Zander. Und trotz Mauer, trotz vorheriger Ansage zirkelte Zander den Ball über die Abwehr hinweg unhaltbar ins obere rechte Eck des VSK-Gehäuses (29.).

Nur gut, dass das 0:1 lediglich eine Minute Bestand hatte. Nach einer Ecke fiel das Leder Julian Stroppel so glücklich vor die Füße, dass er reaktionsschnell hart dagegen treten konnte - und mit dem 1:1 seinen ersten Saisontreffer markierte.

Dieses Tor rüttelte den VSK noch mal auf, er wurde immer aktiver, setzte Maschen unter Druck, mühte sich, ackerte - aber es war eben immer noch nicht genug. Doch es gab eine weitere Steigerung, nach der Pause. Da kam der wieder genesene Patrick Bärje ins Spiel, ging zu Manuel Weinrich in die Spitze, Yasin Bilgin rückte etwas nach hinten, um sich dann von dort immer wieder mit in die Angriffe einzuschalten. Und auch Sven Meinecke ging oft den Weg vom Mittelfeld nach ganz vorne.

Eine Vielzahl jetzt auch hochkarätiger Chancen war die Folge, der Erfolg indes blieb vorerst aus. Verzweifeln taten die VSK-Spieler deswegen aber nicht, sondern berannten das Tor der Maschener weiter - die ihrerseits fast nur mit Abwehraufgaben beschäftigt waren und in dieser Phase auch mit dem Unentschieden zufrieden schienen.

Dann aber erlöste Patrick Bärje den VSK und seinen Anhang. Julian Stroppel passte den Ball nach einem Alleingang in die Mitte, Bärje drückte zum 2:1 ein (66.). Nun erwachte auch der Gegner noch einmal, ohne aber wirklich gefährlich zu wirken. Die klareren, wenn auch ungenutzten Möglichkeiten lagen eindeutig auf Seiten des VSK. So richtig sicher sein durften sich die Platzherren ihres Erfolges aber erst in der 85. Minute. Da war Bärje, nach Pass von Manuel Weinrich, links vom VfL-Gehäuse schon fast an die Torauslinie abgedrängt, doch der Ball fand bei seinem Schuss doch noch den Weg ins Netz.

Während VfL-Trainer Clifford Kortylak nach Spielende frustriert und kommentarlos vom Platz schlich, sprach VSK-Coach Günter Hermann von einer geschlossenen Mannschaftsleistung, die zum Sieg geführt habe.

Quelle Osterholzer Kreisblatt
 

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