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Markus Beyer (* 28. April 1971 in Erlabrunn) ist ein deutscher Boxer und Ex-Weltmeister im Supermittelgewicht.
Amateurkarriere
In seiner langjährigen Amateurkarriere gewann Rechtsausleger Beyer 235
von 274 Kämpfen. Bereits als Jugendlicher konnte er Erfolge feiern und
wurde in der DDR Schüler-, Jugend- und Juniorenmeister. 1988 gewann er
auch den Titel bei den DDR-Meisterschaften der Senioren, wurde
Junioreneuropameister und 1989 Vize-Juniorenweltmeister.
Nach der Wiedervereinigung wurde er 1993 und 1995 auch Deutscher
Meister im Halbmittelgewicht, 1994 unterlag er im Finale Mario Veit.
Bei den Weltmeisterschaften 1993 in Tampere schied er im Achtelfinale
aus, 1995 in Berlin erreichte er einen dritten Platz. 1996 unterlag er
bei der Europameisterschaft in Vejle erst im Finale. 1992 und 1996 nahm
Beyer für Deutschland an den Olympischen Spielen teil, scheiterte
allerdings jeweils frühzeitig im Achtel- bzw. Viertelfinale.
Profikarriere
1996 wurde Markus Beyer Profi und wurde vom Promoter Wilfried Sauerland
unter Vertrag genommen. Sein Trainer wurde Ulli Wegner, der ihn auch
schon als Amateur trainierte. Im Herbst 1998 erkrankte Beyer am
Pfeiffer'schen Drüsenfieber. In seinem 17. Profikampf bekam er die
Gelegenheit, um einen Weltmeistertitel zu kämpfen. Am 23. Oktober 1999
gewann er mit einem Punktsieg gegen den Briten Richie Woodhall den
WBC-Titel. Er war erst der dritte Deutsche nach Max Schmeling und Ralf
Rocchigiani dem es gelang, im Ausland Weltmeister zu werden.
Bereits in der zweiten Titelverteidigung am 6. Mai 2000 verlor er den
Gürtel allerdings aufgrund eines technischen KOs in der zwölften Runde
an Glenn Catley. In den folgenden drei Jahren arbeitete sich Beyer mit
acht Siegen wieder in der Rangliste nach oben und bekam einen erneuten
Titelkampf gegen den amtierenden WBC-Weltmeister Eric Lucas. Durch
einen knappen Punktsieg wurde er am 5. April 2003 erneut Weltmeister.
Am 6. Juni 2004 verlor er den Titel nach einer Punktniederlage an den
Italiener Cristian Sanavia, konnte den Gürtel aber vier Monate später
im direkten Rückkampf durch KO in der sechsten Runde zurückgewinnen und
so zum dritten Mal Weltmeister im Supermittelgewicht nach Version WBC
werden. Am 14. Oktober 2006 fand in Kopenhagen ein Vereinigungskampf
gegen den Titelträger der WBA Mikkel Kessler statt, den Beyer bereits
in der dritten Runde nach einer schnellen Kombination von Kessler durch
KO verlor.
Nach dieser Niederlage wurden Gerüchte um einen möglichen Rücktritt
Beyers vom Boxsport laut, der aber nie offiziell verkündet wurde.
Stattdessen erklärte Markus Beyer im Rahmen seiner Moderationstätigkeit
im August 2007 bei der ARD, dass er durch den aufregenden Kampf
zwischen Arthur Abraham und Khoren Gevor selbst wieder Lust am Boxen
bekommen habe und in den Ring zurückkehren wolle. Nach längeren
Unstimmigkeiten mit seinem Promoter Sauerland wechselte Beyer Ende 2007
zu Arena Box-Promotion und unterschrieb einen Vertrag über vier Kämpfe
für den Hamburger Boxstall.
Sonstiges
Beyer lebt zusammen mit seiner Ehefrau, der Sängerin Daniela Haak in
Lilienthal bei Bremen. 2005 gründete er mit ihr die Promotionsagentur
12Rounds, die unter anderem Profiboxer wie Danilo Häußler, Richel
Hersisia und Alexander Sipos betreut.
Quelle dieser Informationen: www.wikipedia.de
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