| ( Neuenkirchen ) Sparen bei Renovierung des Marktplatzes |
|
|
|
Der Ortsrat Neuenkirchen will auf dem Teppich bleiben. Besser gesagt auf dem grauen Plattenboden seines Marktplatzes. Aus der Traum von geschnittenem Granitgroßstein, mit dem die Kommunalpolitiker die gute Stube ihrer Ortschaft verschönern wollten. Von dem Luxus und einigen anderen Sonderwünschen hat sich der Ortsrat jetzt verabschiedet. Die Kostenexplosion von ursprünglich geplanten 130.000 auf 370.000 Euro ließ ihm keine andere Wahl.
Statt der teuren, flächendeckenden Rundumerneuerung wollen die Politiker jetzt etwas Kosmetik zum Spartarif. Für 60.000 Euro soll der Marktplatz entrümpelt und nur an den Rändern aufgehübscht werden. So hat es der Ortsrat einstimmig bei einer Enthaltung entschieden. Der eigentliche Platz bleibt danach unangetastet. Kein Granit, kein gleitender Übergang zur Straße. Ebenfalls gekippt: die Neupflasterung des Kita-Parkplatzes sowie der Wege zu Kirche und Pfarrscheune. Jetzt sollen nur die Gehwege rund um den Marktplatz mit Rotklinker eine neue Optik bekommen. Außerdem auf der Wunschliste des Ortsrates: Moderne und zwei zusätzliche Lampen, zwei neue Bänke vor der Kirche und ein neuer Papierkorb. Ein Glascontainer und eine gemauerte Sandkiste an einer Platzseite sollen zwei Blumenkübeln weichen. Der Schilderwald soll gelichtet werden. Das Standgerüst für die Ortskarte soll saniert, die alte Karte durch eine neue ersetzt werden. Gehwege mit neuer Optik Bei der abgespeckten Variante spart die Gemeinde noch aus einem anderen Grund viel Geld. Sie muss vom Landkreis, der Eigentümer des Marktplatzes ist, nicht mehr die ganze Fläche sondern nur noch einen Bruchteil aufkaufen. Kreis und Kommune verhandeln bereits miteinander. Nach Angeben der Gemeinde forderte der Kreis anfangs einen Quadratmeterpreis von 25 Euro, Schwanewede habe zuletzt 7,67 Euro geboten. 'Eine Einigung auf einen Kaufpreis von acht bis 10 Euro pro Quadratmeter scheint möglich', heißt es von Seiten der Gemeindeverwaltung. Dass Schwanewede überhaupt Grundstücksfläche für die Verschönerung erwerben muss, hängt mit der angestrebten Finanzierung der Marktplatz-Gestaltung aus dem 'Leader'-Programm der EU zusammen. 'Der Landkreis darf kein Empfänger der Mittel sein', erklärte die Neuenkirchener Ortsbürgermeisterin Annette von Wilcke-Brumund. Um in den Genuss der Gelder zu kommen, müsse die Gemeinde die umzugestaltenden Flächen aufkaufen. Von den 60000 Euro, auf die der Ortsrat das Projekt jetzt runtergefahren hat, übernähme die EU nach Angaben der Ortsbürgermeisterin 65 Prozent. 'Die restlichen 35 Prozent würden sich die Gemeinden im Kreis und die Stadt Osterholz-Scharmbeck teilen', erläuterte von Wilcke-Brumund auf Nachfrage unserer Zeitung. Ob überhaupt Geld aus Brüssel nach Neuenkirchen fließen kann, entscheidet sich Mitte April. Dann befindet eine Arbeitsgruppe beim Landkreis über Leader-Anträge aus den Gemeinden. Bei der jetzt vom Ortsrat beschlossenen kleinen Gestaltungslösung können Schülerbusse auf dem Marktplatz weiter wenden. Nicht unbedingt zur Freude des Ortsrates. Ein ausdrückliches Ziel des großen Wurfes war es, den Busverkehr runter vom Platz zu bekommen. Die 15 Busse, die täglich rund 140 Schüler transportieren, hätten entweder über die Straßen Achtern Heben und Landwehr oder über Rekumer Straße und Hospitalstraße fahren müssen. Das Busunternehmen hätte der Gemeinde dafür Mehrkosten von rund 14.000 Euro im Jahr in Rechnung gestellt. Wegen des längeren Fahrweges und mehr Zeitaufwand, hieß es. Die Kosten fallen bei der abgespeckten Variante nicht an, weil die Haltestelle nicht verlegt werden muss. Quelle Osterholzer Kreisblatt |
VERZEICHNIS OHZ
| FREIZEIT A-Z |
| WIRTSCHAFT A-Z |
| VEREINE A-Z |
| ÄRZTE A-Z |
JOB BÖRSE
| BIETE ARBEIT |
| SUCHE ARBEIT |




Der Ortsrat Neuenkirchen will auf dem Teppich bleiben. Besser gesagt auf dem grauen Plattenboden seines Marktplatzes. Aus der Traum von geschnittenem Granitgroßstein, mit dem die Kommunalpolitiker die gute Stube ihrer Ortschaft verschönern wollten. Von dem Luxus und einigen anderen Sonderwünschen hat sich der Ortsrat jetzt verabschiedet. Die Kostenexplosion von ursprünglich geplanten 130.000 auf 370.000 Euro ließ ihm keine andere Wahl.