Stadt Osterholz-Scharmbeck PDF Drucken E-Mail

wappen_osterholz_scharmbeck
Stadt Osterholz-Scharmbeck
Stadtverwaltung
Rathausstr. 1
27711 Osterholz-Scharmbeck
Tel. 04 79 1 / 17-0
Fax. 04 79 1 / 17 30 4
Web: www.osterholz-scharmbeck.de

 

 

Öffentliche Einrichtungen und Adressen in der Stadt Osterholz-Scharmbeck

Finanzamt Osterholz-Scharmbeck

Pappstraße 2
27711 Osterholz-Scharmbeck
Tel: 04 79 1 / 302 - 0
Tel: 04 79 1 / 30 21 01

Polizeistation

Pappstraße 6
27711 Osterholz-Scharmbeck
Tel. 0 47 91 / 30 7-0
Fax. 0 47 91 / 30 7-150

Schulen 

Grundschule Menckeschule
Teichstraße 26
Osterholz-Scharmbeck
Tel: 0 791 / 98 57 25
Fax: 0 791 / 98 57 26
Grundschule Beethovenstraße
Beethovenstraße 14
Osterholz-Scharmbeck
Tel: 04791 / 1 31 63
Fax: 04791 / 9 85 90 38
Grundschule Findorffschule
Rübhofstraße 7
Osterholz-Scharmbeck
Tel: 04791 / 98 18 70
Fax: 04791 / 98 18 71
Grundschule Scharmbeckstotel
An der Wurth 20
Osterholz-Scharmbeck
Tel: 04791 / 63 95
Fax: 04791 / 89 76 65
Grundschule Pennigbüttel
Pennigbütteler Str. 118
Osterholz-Scharmbeck
Tel: 04791 / 5 80 04
Fax: 04791 / 89 99 58
Grundschule Sandhausen
Sandhausener Straße 1
Osterholz-Scharmbeck
Tel: 04791 / 5 76 22
Fax: 04791 / 89 80 22
Grundschule Ohlenstedt
Biloher Straße 1
Osterholz-Scharmbeck
Tel: 04793 / 89 09
Fax: 04793 / 95 68 43
Grundschule Heilshorn
Am Sportplatz 4
Osterholz-Scharmbeck
Tel: 04795 / 8 30
Fax: 04795 / 95 48 01
Grundschule Lindenstraße
Lindenstraße 55
Osterholz-Scharmbeck
Tel: 04791 / 86 79
Fax: 04791 / 98 66 36
Grundschule Buschhausen
Buschhausener Str. 41
Osterholz-Scharmbeck
Tel: 04791 / 98 56 36
Fax: 04791 / 98 56 38
Realschule
Lange Straße 28
27711 Osterholz-Scharmbeck
Tel: 04 79 1 / 92 14 21
Fax: 04 79 1 / 92 14 30
Integrierte Gesamtschule
Mensingstraße 56
27711 Osterholz-Scharmbeck
Tel: 04 79 1 / 9 61 50
Fax: 04 79 1 / 96 15 19
Kreismusikschule
Lindenstraße 55
27711 Osterholz-Scharmbeck
Tel: 04 79 1 /50 99
Fax: 04 79 1 /50 90
 

Kindergärten/Spielkreise

Spielkreis Buschhausen
Wattloge 27
Osterholz-Scharmbeck
Tel: 04791 / 59 6 91
Fax: 04791 / 98 50 39
Spielkreis Freißenbüttel
Westerbecker Weg 49
Osterholz-Scharmbeck
Tel: 04791 / 5 97 45
Fax: 04791 / 5 97 45
Spielkreis Garlstedt
Alte Dorfstraße 37
Osterholz-Scharmbeck
Tel: 04795 / 2 43
Fax: 04795 / 2 43
Spielkreis Heilshorn
Am Sportplatz 2
Osterholz-Scharmbeck
Tel: 04795 / 17 62
Fax: 04795 / 17 62
Spielkreis Ohlenstedt/Hülseberg
Biloher Straße 1b
Osterholz-Scharmbeck
Tel: 04793 / 37 98
Fax: 04793 / 37 98
Spielkreis Sandhausen
Sandhausener Straße 1
Osterholz-Scharmbeck
Tel: 04791 / 8 22 45
Kindergarten Berliner Straße
Berliner Straße 18
Osterholz-Scharmbeck
Tel: 04791 / 1 31 66
Fax: 04791 / 98 25 47
Kindergarten Buschhausen
Buschhausener Straße 3
Osterholz-Scharmbeck
Tel: 04791 / 8 93 16
Fax: 04791 / 96 48 12
Kindergarten Käthe-Kollwitz-Straße
Käthe-Kollwitz-Straße 103
Osterholz-Scharmbeck
Tel: 04791 / 5 96 92
Fax: 04791 / 98 50 39
Kindergarten Malletstraße
Malletstraße 12
Osterholz-Scharmbeck
Tel: 04791 / 1 31 67
Fax: 04791 / 98 20 62
Kindergarten Ritterhuder Straße
Ritterhuder Straße 40
Osterholz-Scharmbeck
Tel: 04791 / 1 36 67
Fax: 04791 / 98 25 89
Kindergarten St. Marien
Klosterplatz 3
Osterholz-Scharmbeck
Tel: 04791 / 35 46
Fax: 04791 / 89 94 58
Kindergarten St. Willehadi
Wiesenstraße 2
Osterholz-Scharmbeck
Tel: 04791 / 51 39
Fax: 04791 / 96 48 58
Astrid-Lindgren-Kindergarten
Im Hof 1c
Osterholz-Scharmbeck
Tel: 04791 / 64 00
Fax: 04791 / 90 81 15
Kindergarten Scharmbeckstotel
An der Wurth 18
Osterholz-Scharmbeck
Tel: 0479 1 / 35 86
Fax: 0479 1 / 98 26 37
Integrationskindergarten Moorblick
Moorblick 7
Osterholz-Scharmbeck
Tel: 04791 / 8 22 34
Fax: 04791 / 90 68 24
Kindergarten Bilohe
Bilohe 3a
Osterholz-Scharmbeck
Tel: 04793 / 95 48 00
Fax: 04793 / 95 68 41
Montessori-Schneckenhaus
Lange Straße 89
Osterholz-Scharmbeck
Tel: 04791 / 39 49
Kinderladen e.V.
Am Kleinbahnhof 1
Osterholz-Scharmbeck
Tel: 04791 / 1 32 86
Kinderhort Lindenstraße
Lindenstraße 57
Osterholz-Scharmbeck
Tel: 04791 / 5 99 34
Fax: 04791 / 98 58 30

Wappen

Im Zentrum des Wappen steht ein angepflockter Bulle, er steht für den überregional bedeutenden jährlichen Viehmarkt der Stadt, der heute noch als Scharmbecker Herbstmarkt gefeiert wird.
(Zur Ehrung der geschichtlichen Bedeutsamkeit dieser Tiere veranstaltete die Stadt Osterholz-Scharmbeck im Sommer 2000 unter dem Motto: „Die Bullen sind los“ eine Kunstaktion. Im gesamten Stadtgebiet wurden kreativ verzierte (fast) lebensgroße Kunststoffrinder aufgestellt. Der wohl exponierteste dieser Bullen ist noch heute (2006) auf dem Marktplatz von Scharmbeck am alten Schlauchturm zu finden.)

Die drei Weberschiffchen geben den Hinweis auf die Scharmbecker Tuchmacherzunft der Stadt; die Anordnung im Dreickeck soll für Fleiß stehen. Auch die Farben haben Bedeutung: Blau und Gelb deuten - wie im Wappen von Lilienthal - auf die Zeit als „schwedische Residenz“ von 1648 bis 1715 hin. Allerdings war blau auch schon die Farbe des Siegelwappen derer "von Sandbeck" vom Gut Sandbeck. Der silberne Streifen im Grünen Feld (grün für Hoffnung), symbolisiert den Scharmbecker Bach, der so wichtig für die Scharmbecker Tuchmacherzunft war.

Geografie

Osterholz-Scharmbeck liegt in der Norddeutschen Tiefebene ca. 22 Kilometer nordnordöstlich von Bremen nahe der Hamme, mit der die Stadt durch den Osterholzer Hafenkanal verbunden ist. Über den Hamme-Oste-Kanal besteht eine schiffbare Verbindung mit der Elbe. Östlich der Stadt erstreckt sich das Teufelsmoor mit dem Künstlerdorf Worpswede.
Die Stadt Osterholz-Scharmbeck besteht aus der Kernstadt und den neun Ortschaften:

  • Freißenbüttel
  • Garlstedt
  • Heilshorn     
  • Hülseberg
  • Ohlenstedt
  • Pennigbüttel
  • Sandhausen
  • Scharmbeckstotel
  • Teufelsmoor


Weitere Ortsteile, die allerdings keine administrative Unterstruktur bilden, sind in alphabetischer Reihenfolge:

  • Ahrensfelde
  • Altenbrück
  • Altendamm
  • Auf Dem Raden
  • Auf Dem Rusch
  • Bargten
  • Bredbeck
  • Buschhausen
  • Büttel
  • Feldhof
  • Haslah
  • Hinter Dem Horn
  • Kattenhorn
  • Lange Heide
  • Lintel
  • Muskau
  • Myhle
  • Niedersandhausen
  • Ovelgönne
  • Ruschkamp
  • Settenbeck
  • Vorwohlde
  • Westerbeck
  • Wiste


Die Landschaft im Stadtgebiet von Osterholz-Scharmbeck ist vom Übergang der Endmoränenlandschaft Wesermünder Geest ins Teufelsmoor geprägt. Beide Landschaftstypen sind Teil des glazialen Serie der Saaleeiszeit, die die Norddeutsche Tiefebene geformt hat.
Der Geestrücken erhebt sich im Westteil des Stadtgebiets in der Langen Heide bis auf eine Höhe von 48 m ü. NN. Die Lange Heide ist das Quellgebiet der Hamme und zahlreicher kleinerer Flüsse, wie der Drepte, dem Scharmbecker Bach, der Wienbeck und der Schönebecker Aue. Der Geestrücken fällt nach Osten innerhalb der Kernstadt bis auf 4 m ü. NN ab. Die östlichen Stadtteile liegen bereits im Teufelsmoor, das durch das Urstromtal der Hamme gebildet wurde.

Partnerschaften

Seit dem 27. März 1990 unterhält Osterholz-Scharmbeck eine Städtepartnerschaft mit der Stadt Grimmen in Mecklenburg-Vorpommern.

Entstehungsgeschichte der Stadt


Die Stadt Osterholz-Scharmbeck entstand auf Grund des Zusammenschlusses der Orte Osterholz und Scharmbeck im Jahre 1927. Mit dem Bau der Eisenbahnlinie Bremen–Geestendorf (Bremerhaven) im Jahre 1862 wurden die beiden Flecken Osterholz und Scharmbeck erstmals in der heutigen Schreibweise zusammengefasst; ein beträchtlicher wirtschaftlicher Aufstieg setzte ein, da sich zahlreiche Industrien (Tabakverarbeitung, Eisengießerei, Schiffswerft, Reiswerke) etablieren konnten. 1911 kommt mit der Eröffnung der Bremervörde-Osterholzer Eisenbahn (BOE) eine weitere wichtige Verkehrsverbindung hinzu. Die beiden Ortschaften blieben allerdings noch weitere Jahrzehnte unabhängig. Erst am 24. Mai 1927 vollzog der Bezirk Stade des Landes Preußen die Vereinigung von Osterholz und Scharmbeck sowie der Landgemeinden Ahrensfelde, Bargten und Sandbeckerbruch zur vergrößerten Fleckengemeinde Osterholz-Scharmbeck. 1929 wurde der Gemeinde Osterholz-Scharmbeck das Stadtrecht durch das preußische Staatsministerium des Innern verliehen.

Erste Besiedelung
Die Siedlungsgeschichte des Gebietes geht bis in die Jungsteinzeit zurück. Um 10.000 v.Chr. streifen Jäger, Sammler und Fischer über die "Osterholzer Geest" und die angrenzenden Moore; ihre Anwesenheit ist durch die zahlreichen Funde von Spanmessern und Pfeilspitzen belegt, die zum Beispiel im Heimatmuseum Osterholz ausgestellt sind. Einige von diesen frühen Besuchern der Geest werden nachweisbar sesshaft, da bei zahlreichen Ausgrabungen auch Spuren eines primitiven Ackerbaus (zum Beispiel Äxte) gefunden werden.
Offensichtliches Zeugnis der Besiedlung ist das etwa 2000 v. Chr. errichtete Großsteingrab, ein beeindruckendes Steingrab an der heutigen Osterholzer Straße im Stadtzentrum. Dieses Hünengrab oder Hünenstein genannte gut erhaltene Kammergrab wird auf ein Alter von etwa 4.000 Jahren datiert.
Derartige Großsteingräber wurden bei der Bestattungen der Bronzezeit durch Grabhügel abgelöst, wie sie sich heute z.B. im Stadtteil Garlstedt finden. Den wichtigsten Fund in einem dieser Gräber stellt wohl die Garlstedter Lure dar. Die 1830 bei Straßenarbeiten entdeckten Bruchstücke dieses bronzezeitlichen germanischen Blasinstrument stellen den zur Zeit südlichsten Fund eines solchen Instrumentes dar.

Scharmbeck
Die erste urkundliche Erwähnung Scharmbecks reicht in das Jahr 1043 (Scirnbeci) zurück. Aus dieser Zeit stammen wahrscheinlich auch die Fundamente der Kirche St. Willehadi am Marktplatz.
1233 wird die Siedlung „Sandbeck“ genannt. Beide Namen beziehen sich auf den Scharmbecker Bach, einen kleinen Nebenfluss der Hamme, der die Orte Scharmbeck und Osterholz durchzieht.
In späteren Jahrhunderten erlangte der Bach erhebliche wirtschaftliche Bedeutung für den Ort Scharmbeck und ab 1581 avancierte der Ort zu einer der ersten größeren Tuchmacher-Siedlungen im norddeutschen Raum und belieferte neben den Heeresbelieferungen vor allem den Bremer Markt. Die Scharmbecker Tuchmacherzunft bestand bis zum Jahre 1903 und bis ins zwanzigste Jahrhundert säumten daher zahlreiche Wassermühlen den Bachlauf, die als Walkmühlen dienten. Heute ist allerdings nur noch eine Wassermühle im Stadtgebiet mit funktionstüchtigem Mühlrad erhalten, die zur im 12. Jahrhundert erbauten Stauanlage Fehsenfeld hinter der St. Willehadi-Kirche gehörte, die eine Kornmühle war. Bis zur Umwandlung des Ortes Geestendorf in Bremerhaven war Scharmbeck der wichtigste Markt und Gewerbeort zwischen Bremen und Cuxhaven und vor allem der seit 1692 abgehaltene Scharmbecker Viehmarkt besaß auch überregionale Bedeutung.

Osterholz
Der Begriff Osterholz verdankt die Stadt der Gründung des Osterholzer Klosters im Jahre 1182 durch Siegfried I. von Anhalt. Die Basilika des Klosters ist noch immer erhalten. Der Flecken Osterholz wuchs weiter, stieg zum Verwaltungssitz (Amt Osterholz} auf, aus dem sich 1885 durch Zusammenlegung mit dem Amt Lilienthal der Landkreis Osterholz bildete. Die weitere Geschichte war auf Grund der unmittelbaren Nähe identisch mit der von Scharmbeck; beide gehörten bis zum Ende des Dreißigjährigen Krieges zum Erzbistum Bremen.

Stadtentwicklung

Mit der Eröffnung der Lucius D. Clay-Kaserne im entfernten Ortsteil Garlstedt für die 2nd Armoured Division "Hell on wheels" aus Texas, einer Vorhut der 75. US-Brigade, am 17. Oktober 1978 wurden 7.500 US-Amerikaner (4.083 Soldaten, 2.500 Zivilisten) in der Stadt stationiert. Für die 2.500 Zivilisten (später bis zu 4.000) und den Teil der Soldaten, die ihre Familie mitbrachten und deshalb nicht in der Kaserne in Garlstedt, sondern in der Kernstadt untergebracht werden sollten, wurden Wohnraum und Infrastruktur geschaffen. Im Kuwaitkonflikt (Zweiter Golfkrieg) wurde der größte Teil der US-Soldaten 1992 an den Golf versetzt. Nach Ende dieses Krieges wurde die Kaserne am 01. Oktober 1993 von den US-Streitkräften an die Bundeswehr übergeben und von dieser seitdem als Truppenschule genutzt.
Die bisher mit US-Amerikanern belegten 96 Stadtwohnungen im Bereich Hoheberg-Mozartstraße-Drosselstraße kaufte die Stadt für einem Gesamtpreis von 12,5 Millionen DM. Zusammen mit anderen Wohnungen hatte die Stadt damit etwa 220 Wohnungen (in der Regel mehrstöckige Blocks) vorübergehend in ihrem Besitz. Das war die Hälfte der durch die Amerikaner belegten Objekte und sollte den Mietwohnungsmarkt entschärfen helfen. Durch die schnelle Abwicklung wurde die Entstehung sozialer Brennpunkte befördert, da der billige Wohnraum zu einer Konzentration sozial schlechter gestellter Bevölkerungsschichten führte.
Die große amerikanische Schule wurde zu einer neuen "Integrierten Gesamtschule" (IGS) umgewandelt. Die Einwohnerzahl der Stadt wuchs unter anderem durch die Neubelegung des Wohnraums auf knapp über 30.000.

Religion

Die Mehrheit der Einwohner Osterholz-Scharmbecks gehört der evangelisch-lutherischen Landeskirche an. Die Stadt hat mit den beiden historischen Kirchen auch zwei Kirchengemeinden, und zwar St. Willehadi (Scharmbeck) und St. Marien (Osterholz, Klosterkirche). Die Bürger römisch-katholischen Glaubens sind in der Kirchengemeinde Heilige Familie organisiert. Daneben gibt es noch andere christliche Gruppen und Freikirchen, so zum Beispiel eine Baptisten- eine Brüder- und eine neuapostolische Gemeinde.
Von den während der NS-Zeit ermordeten und vertriebenen jüdischen Bürgern zeugt bis heute eine Gedenktafel, die nach dem Abriss der baufällig gewordenen alten Synagoge in der Bahnhofstraße im Jahre 2004 errichtet wurde, sowie ein kleiner jüdischer Friedhof. (Ein weiteres Denkmal für die abgerissene Synagoge aus einigen Säulen und einem Steintisch ist in Planung.)

Eingemeindungen

Nach einem Erlass des Oberpräsidenten im Jahre 1936 erfolgte die Eingliederung der Gemeinden Buschhausen, Lintel, Westerbeck und eines Teiles von Hülseberg.
Aufgrund der vom Niedersächsische Landtag am 13. Juni 1973 beschlossenen Gemeindereform wurden mit Wirkung vom 1. März 1974 die Gemeinden Garlstedt, Heilshorn, Hülseberg, Ohlenstedt, Pennigbüttel, Sandhausen, Scharmbeckstotel, Teufelsmoor und der größte Teil der Gemeinde Freißenbüttel in die Stadt Osterholz-Scharmbeck eingegliedert.

Bauwerke und sonstige Sehenswürdigkeiten

Neben den historischen Kirchen St. Willehadi und St. Marien sowie dem Gut Sandbeck ist als weiteres Baudenkmal die Holländermühle von Rönn zu nennen. Der zweistöckige Galerieholländer mit Windrose und Segelflügeln gilt als das Wahrzeichen der Stadt. Exponiert an einer der höchsten Stellen im Stadtgebiet ist die Mühle weithin sichtbar und beherbergt die Biologische Station Osterholz e.V. (BIOS), welche unter anderem die (im Internet zugänglichen) Wetterdaten der Stadt erfasst. Weitere Windmühlen finden sich am Hafen im Stadtteil Osterholz (allerdings ohne Flügel) und im Stadtteil Sandhausen-Myhle. Diese Mühle stammt aus dem Jahre 1795.
Die Wassermühle hinter der Kirche St. Wilhadi ist die einzige erhaltene Walkmühle am Scharmbecker Bach, im Stadtteil Scharmbeckstotel befindet sich noch eine weitere. Die Wassermühle am Ruschkamp stammt aus dem Jahr 1662 und ist betriebsfähig. Landschaftlich besonders attraktiv sind die Osterholzer Hammewiesen. Direkt hinter der alten Klosteranlage in Osterholz findet man dieses Feuchtwiesengebiet, das den Eingang zum Teufelsmoor bildet. Seit einigen Jahren sind hier wegen der großflächig eingerichteten Schutzflächen auch wieder, neben anderen Vogelarten, zahlreiche Storchenpaare zu beobachten. Im Waldgebiet "Elm" und "Schmidts Kiefern" zwischen den Stadtteilen Heilshorn und Garlstedt finden sich, wie beim Steingrab im Stadtzentrum von Osterholz-Scharmbeck, weitere Zeugnisse der frühgeschichtlichen Besiedlung des Gebiets in Form diverser Grabhügel mit Urnengräbern. Am Flüsschen Drepte, nördlich des Golfplatzes, liegt die Brockmannsmühle, eine Hofanlage mit Wassermühle aus dem 14. Jahrhundert. Im Jugendbildungszentrum Bredbeck finden laufend Seminare und Veranstaltungen aus den verschiedensden Bereichen statt. Vor dem Haupthaus, welches sich inmitten eines Waldstückes in Freißenbüttel befindet, befindet sich unter anderem eine Freilichtbühne, einige Teichanlagen und ein Sportplatz.
Bademöglichkeiten bieten die Ohlenstedter Quellseen in der Ortschaft Ohlenstedt mit ausgedehnten Stränden sowie das im Stadtzentrum gelegene Allwetterbad mit Teleskophalle.
Die im November 2005 fertig gestellte Stadthalle bietet Platz für größere Veranstaltungen mit bis zu 1.000 Personen. Das Spektrum reicht über Musik, Comedy, Kabarett und Kunst bis hin zu Messen, politischen Veranstaltungen oder (auch privaten) Festivitäten und Bällen.

Parks und Tiergärten

  • Der Scharmbecker Stadtpark zwischen "Lindenstr." und der "Stauanlage Fehsenfeld" am Scharmbecker Bach
  • Das Klosterholz, ein buchenreicher Laubwald im Stadtzentrum zwische Bahnhof und Tinzenberg
  • Osterholzer Stadtpark an der "Bahnhofstr."
  • "Tiergarten Ludwigslust" am "Garlstedter Kirchweg" (Bargten) mit 60 Tierarten.

 

Mundarten und Sprachen

Durch die Verbreitung des Hochdeutschen wurde auch in Osterholz-Scharmbeck das Niederdeutsche zurückgedrängt, so dass es aus der Kernstadt fast vollständig verschwunden ist. Im Landkreis ist das Niederdeutsche noch eher in Gebrauch .
Verbreitet ist Hochdeutsch in Form des Missingsch ähnlich wie in Bremen, wobei in der Region das S nicht scharf gesprochen wird, wie etwa in Hamburg.
Durch die vielen Flüchtlinge waren nach 1945 auch ostpreußische und schlesische Dialekte vorübergehend verbreitet.

Wirtschaft und Infrastruktur

Im Januar 2007 erreichte die Stadt im sogenannten T-City-Wettbewerb die Endrunde.

Verkehr

Osterholz-Scharmbeck liegt an der Bahnstrecke Bremen–Bremerhaven (-Cuxhaven) und an der Autobahn A 27 (Walsrode–Cuxhaven) sowie der Bundesstraße 74, die Bremen mit Bremervörde und Stade verbindet.

Moorexpress

Mit der am 23. Juni 1909 eröffneten Kleinbahn der Bremervörde-Osterholzer Eisenbahn (BOE) bekam die Stadt 1911 ihre erste regelmäßige Verbindung mit dem Teufelsmoor, Worpswede und Bremervörde. Der Personenverkehr des Moorexpress wurde am 18. März 1978 auf Busse verlagert, die nach dessen Gründung in den VBN integriert wurden. Ein Betrieb mit Sonderfahrten (Wochenende/Sommer) wird von November bis April) aufrechterhalten und seit Mai 2006 existiert wieder ein regelmäßiger Sommerfahrplan mit einer Verlängerung der traditionellen Fahrstrecke zu den neuen Endpunkten Bremen und Stade mit vier Fahrten pro Wochenend- und Feiertag bis Oktober.

Hafen und Hafenkanal

Zwischen 1765 und 1766 wurde unter Aufsicht des Moorkommissars Jürgen Christian Findorff der Osterholzer Hafenkanal gebaut. Der Kanal wurde neben Tietjens Hütte angelegt und ist einige Kilometer lang, so dass sich das Hafenbecken am Stadtrand befindet. Heute ist der Hafen und Kanal nur noch von Sport- und Motorbooten belegt, wodurch er eine erhebliches Freizeitpotential für Osterholz-Scharmbeck darstellt.

Post

Eine Post in Osterholz-Scharmbeck existiert offiziell seit 5. Juli 1665. Die heutige Filiale der Deutschen Post befindet sich am Marktplatz gegenüber der Volksbank; alle anderen und vorherigen Standorte in der Stadt wurden aufgegeben.


Quelle dieser Informationen: www.wikipedia.de