
Gemeindeverwaltung
Klosterstr. 16
28865 Lilienthal
Tel. 04 29 8 / 92 9 0
Fax. 04 29 8 / 92 92 92
Web: www.lilienthal.de
Öffentliche Einrichtungen und Adressen in der Gemeinde Lilienthal
Polizeistation
Zinckestraße 24
28865 Lilienthal
Tel. 04 29 8 / 92 00 0
Fax. 04 29 8 / 92 00 150
Schulen
Grundschule Schroeterschule
Konventshof 3
28865 Lilienthal
Tel: 0429 8 / 8570
Fax: 0429 8 / 698560
|
Grundschule Falkenberg
Peter-Sonnenschein-Straße 1
28865 Lilienthal
Tel: 04298 / 4843
Fax: 04298 / 9 8110
|
Grundschule Trupermoor
Trupermoorer Landstraße 15
28865 Lilienthal
Tel: 04298 / 3336
Fax: 04298 / 41009
|
Grundschule Frankenburg
Hinter dem Berg 8
28865 Lilienthal
Tel: 04298 / 469960
|
Grundschule Seebergen
Am Mühlenberg 40
28865 Lilienthal
Tel: 042 8 / 469010
Fax: 04298 / 908346
|
Grundschule Worphausen
Lüninghauser Straße 6
28865 Lilienthal
Tel: 04792 / 656
Fax: 04792 / 989618
|
Christoph-Tornée-Schule
Zum Schoofmoor 9
28865 Lilienthal
Tel: 04298 / 30231
Fax: 04298 / 41045
|
Haupt- und Realschule Lilienthal
Auf dem Kamp 1 e
28865 Lilienthal
Tel: 04298 / 4343
Fax: 04298 / 3285
|
Gymnasium Lilienthal
Zum Schoofmoor 13
28865 Lilienthal
Tel : 04298 / 34540
Fax : 04298 / 345436
|
Berufsfachschule für Altenpflege
Berufsfachschule Ergo-Therapie
Fachschule Heilerziehungspflege
An der Martinskirche 14
28865 Lilienthal
Tel: 04298 / 928152
|
Kindergärten/Spielkreise
Spielkreis "Heidberger Rappelkiste"
Alte Reihe 72
28865 Lilienthal
Telefon: 04298 / 31362
|
Ev. Spielkreis "Konventshof"
Konventshof 3
28865 Lilienthal
Telefon: 04298 / 6214
|
Ev. Spielkreis "Trupermoor"
Trupermoorer Landstraße 35
28865 Lilienthal
Telefon: 04298 / 3709
|
Kindergarten "Wiesenbuttjer"
Wührden 17
28865 Lilienthal
Telefon: 04298 / 31424
|
Kindergarten Worphausen
Am Sande 5
28865 Lilienthal
Telefon: 04792 / 7879
|
Evangelischer Kindergarten
Klosterstrasse 11
28865 Lilienthal
Telefon: 04298 / 2312
|
Kindergarten "Jan Reiners"
Bahnhofstraße 18
28865 Lilienthal
Telefon: 04298 / 2008
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Kindergarten "Haus Pape"
Falkenberger Landstraße 40
28865 Lilienthal
Telefon: 04298 / 41646
Telefax: 04298 / 908781
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Seeberger Kindergarten "Lüttje Lüüd"
Am Mühlenberg 40
28865 Lilienthal
Telefon: 04298 / 30514
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Kindergarten Ostlandstraße
Ostlandstrasse 2
28865 Lilienthal
Telefon: 04298 / 467638
Telefax: 04298 / 467641
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Kindertagesstätte "Dreyers Kamp"
Neuenkirchner Weg 83
28865 Lilienthal
Telefon: 04298 / 5838
Telefax: 04298 / 697033
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Kinderhaus Lilienthal "Wie werden immer größer e.V."
Am Schulhof 8
28865 Lilienthal
Telefon: 04298 / 31119
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Geografie
Die Gemeinde Lilienthal gehört zum Landkreis Osterholz, Niedersachsen und grenzt an Bremen.
Partnerschaften
Die Gemeinde Lilienthal unterhält seit 1970 eine partnerschaftliche
Beziehung zu der niederländischen Gemeinde Stadskanaal. Im Jahre 1993
kam die französische Gemeinde Emerainville nahe Paris hinzu.
Entstehungsgeschichte der Gemeinde Lilienthal
Der Ort Lilienthal geht auf eine Klostergründung des Bremer Erzbischofs
Gerhard II. zurück. Unter dem Namen Vallis Liliorum begann 1232 der Bau
des Nonnenklosters, das dem Zisterzienserorden angegliedert und 1264
geweiht wurde. Um 1400 erlebte das Kloster seine Blütezeit. Nach der
Reformation wurde es ein evangelisches Damenstift, das sich unter
kläglichen Bedingungen noch bis zum Ende des Dreißigjährigen Krieges
halten konnte. 1650 erfolgte die Säkularisierung; auf dem ehemaligen
Grundbesitz des Klosters, der aufgeteilt wurde, entwickelte sich die
Ortschaft Lilienthal.
Inzwischen war nach den Bestimmungen des Friedensvertrages von Münster
und Osnabrück das ehemalige Erzbistum Bremen-Verden, das Land zwischen
Weser und Elbe, an Schweden gefallen. Königin Christine belehnte einen
verdienten schwedischen Heerführer, den Landgrafen Friedrich von
Hessen-Eschwege, mit der neu geschaffenen Herrschaft Osterholz, in der
die Ämter Lilienthal und Osterholz zusammengeschlossen waren. Nach dem
frühen Tod des Landgrafen übernahm 1655 seine Frau Eleonora die
Regierung mit Sitz in Osterholz und mühte sich tatkräftig um eine
Verbesserung der wirtschaftlichen und sanitären Lage der
Landbevölkerung. Nach ihrem Tod 1692 fiel das Lehen an die schwedische
Krone zurück. Lilienthal blieb bis 1712 schwedisch – daher die
schwedischen Farben des Wappens -, kam dann an Dänemark und 1719 unter
die Herrschaft des Königreichs Hannover. Lilienthal wurde Sitz eines
hannoverschen Amtes.
1740 wurden die Klosteranlagen abgerissen.
1782 bezog der Amtmann Johann Hieronymus Schröter den Amtshof. Neben
der Verwaltungstätigkeit nahm seine Neigung zur Astronomie einen
Großteil seiner Zeit in Anspruch. Er errichtete in Lilienthal im Garten
seines Amtshauses eine Sternwarte. Die Sternwarte Lilienthal wurde in
den folgenden Jahren zu dem am besten ausgerüsteten Observatorium der
Welt. Hier befand sich ein u.a. "Riesenteleskop" mit 50 cm Öffnung und
8,25 m Brennweite. Durch das Teleskop erlangte Lilienthal Berühmtheit
und wurde von Astronomen, hohen Staatsbeamten und Militärs aller Armeen
besucht. Schröter stand in brieflichem Kontakt zu allen bedeutenden
Astronomen seiner Zeit. Zusammen mit Wilhelm Olbers und anderen
Gelehrten gründete er 1800 in Lilienthal die Astronomische
Gesellschaft. Nach Schröters Tod im Jahre 1816 verfiel die Sternwarte.
1850 wurden die letzten Überbleibsel abgerissen. Ein Großteil der
Instrumente war zuvor an die Universität Göttingen gegangen.
Der Befreiungskrieg 1813 traf Lilienthal hart. Nach einem Zwischenfall
während des Rückzugs setzte ein französischer Truppenteil den gesamten
Ort Lilienthal in Brand. Nur die Kirche, einige wenige Häuser und die
Sternwarte blieben von den Flammen verschont. 1866 verlor das
Königreich Hannover seine Selbständigkeit. Lilienthal wurde preußisch,
das Amt Lilienthal wurde aufgelöst und mit dem Amt Osterholz zum
Landkreis Osterholz vereinigt. Im weiteren Verlauf wuchs die Gemeinde
stetig. 1939 hatte sie 3.100 Einwohner, 1974 deren 12.500. Durch die
Eingemeindung der Nachbardörfer im gleichen Jahr wuchs die
Einwohnerzahl auf nahezu 17.000. Heute ist Lilienthal geprägt durch
neue Wohnviertel, deren Bewohner oftmals durch die Nähe zur Großstadt
Bremen angezogen werden und ein Haus im Grünen bauen möchten.
Von 1900 bis 1956 war Lilienthal durch die Kleinbahn Jan Reiners an Bremen angebunden.
Ortschaften
Zu Lilienthal gehören heute die früher selbstständigen Ortsteile
Butendiek, Falkenberg, Feldhausen, Heidberg, Klostermoor, Lilienthal,
Seebergen, St. Jürgen (mit seinen 10 Ortsteilen Frankenburg, Höftdeich,
Kleinmoor, Mittelbauer, Moorhausen, Niederende, Oberende, St. Jürgen,
Vierhausen, Wührden), Trupe, Truperdeich, Trupermoor und Worphausen
(mit seinen Dörfern Lüningsee (1763), Lüninghausen (1764), Westerwede
(1764), Moorende (1778), Mooringen (1778), Schrötersdorf (1805) und Neu
Mooringen (1808), die vom königlichen Moorkolonisator Jürgen Christian
Findorff gegründet wurden).
Kirchen
Evangelische Kirchen
Evangelische Kirchengemeinde St. Marien mit einer Filialkirche im
Ortsteil Trupe. Sehenswert ist die kleine romanische Kirche im Ortsteil
St. Jürgen.
Katholische Kirche
Römisch-katholische Kirchengemeinde Guter Hirt
Im Jahre 782 wurde das Gebiet der unteren Weserregion vom hl. Willehad,
dem späteren Bischof von Bremen, missioniert. In den folgenden
Jahrhunderten wurden in der Geest Kirchen und Kapellen errichtet, unter
anderem auch in Osterholz und in Scharmbeck sowie im St.Jürgensland und
in Trupe (beide Kapellen bestehen noch).1232 wurde in Lilienthal ein
Kloster gestiftet und mit Nonnen des Zisterzienserordens besetzt. Bis
zur Reformation, die im Kloster Lilienthal erst 1604 vollzogen wurde,
wurde die seelsorgerische Betreuung von dort geleistet. Es folgten 200
schwierige Jahre, erst 1807 konnten Katholiken in Bremen wieder das
Bürgerrecht erwerben und 1823 wurde wieder eine katholische Kirche in
Bremen eingeweiht (St. Johann). Ab 1862 wurden bis 1945 periodisch
Gottesdienste in einer Privatwohnung in Lilienthal abgehalten,
"missioniert" wurde von der Pfarrvikarie Hemelingen (Land). Der
eigentliche Beginn der jetzigen Gemeinde Guter Hirt in den heutigen
Grenzen datiert aus dem Jahre 1946, als die Pfarrvikarie Worpswede
gebildet wurde. In Grasberg, Worpswede und Lilienthal wurden regelmäßig
Gottesdienste gefeiert, und am 26. November 1961 wurde die Kirche in
Lilienthal vom Bischof von Hildesheim eingesegnet. Seitdem ist
Lilienthal das Zentrum der Gemeinde. nach R. Kipper: Katholische
Kirchengemeinde Guter Hirt, Lilienthal 1996
Freikirchen
Evangelisch-Freikirchliche Philippusgemeinde (Baptisten)
Die Wurzeln dieser Lilienthaler Freikirche reichen in die 20er Jahre
des 19. Jahrhunderts zurück. Noch vor seiner Zeit als Baptist
evangelisierte Johann Gerhard Oncken an der Seite des Bremer
Erweckungspredigers Friedrich Mallet in Lilienthal und dem angrenzenden
Teufelsmoor. Aus dieser Missionsarbeit entwickelten sich freikirchlich
geprägte Hauskreise u.a. in Seebergen und Fischerhude. Nachdem 1845 in
Bremen die erste Baptistengemeinde gegründet worden war, knüpften die
Bremer Prediger dieser Freikirche alsbald an die Onckensche
Missionsarbeit an und gründeten im Lilienthaler Umland Zweiggemeinden
der Bremer Freikirche. Dies geschah unter zum Teil heftigen
Verfolgungen der hannöverschen und kirchlichen Behörden. In der Zeit
nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte die evangelisch-freikirchliche
Gemeindearbeit durch den Zuzug von Flüchtlingen aus Ostpreußen einen
starken Aufschwung, der aber Anfang der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts
wieder abflachte. Von den zahlreichen Tochtergemeinden rund um
Lilienthal überlebte nur die Gemeindestation Fischerhude. In den Jahren
1990 bis 1994 wagte die Bremer Muttergemeinde einen Neuanfang in dieser
Region. Eine Gemeindegründungsinitiative entstand. Im Frühjahr 1994
konnte ein älteres Wohnhaus am Konventshof erworben werden, das durch
mehrere An- und Umbauten zum Gemeindezentrum umfunktioniert wurde. Die
Philippusgemeinde ist heute selbständige Baptistengemeinde im Bund
Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden. Sie gehört zum Landesverband
Baptisten im Nordwesten. nach: Karl Söhlke, Gregor Helms u.a.: 150
Jahre Baptisten in Bremen und umzu, Bremen 1996
Quelle dieser Informationen:
www.wikipedia.de