Fünf interessante Fakten über das Wattenmeer

Beim Wattenmeer handelt es sich um bestimmte Küstenbereiche am Meer, die einem besonders intensiven Einfluss der Gezeiten ausgesetzt sind. Dabei finden in diesen Küstenbereichen des Wattenmereres regelmäßig zweimal täglich innerhalb der Niedrigwasserzeit die Ebbe als trockene Zeit und die Hochwasserzeit mit der Flut als die nasse Zeit statt, in der das Watt überflutet wird.

Bei Ebbe werden die jeweils trocken fallenden Flächen als die Wattflächen bezeichnet. Der Begriff Wattenmeer wird dabei vorzugsweise an Flachküsten mit Sand- und Schlickwatten genutzt. Die Rinnen, durch die das Wasser bei Ebbe wieder aus dem Watt abläuft und dann innerhalb der Flut wieder einläuft, werden üblicherweise als Priele bezeichnet. Größere Priele nennt man auch Seegatten.

Fünf interessante Fakten über das Wattenmeer

Auch wenn viele Menschen das Wattenmeer ausschließlich Norddeutschland und hier der Nordsee zusprechen, ist das Wattenmeer dennoch in vielen Teilen der Welt in gemäßigten Zonen zu finden. In den tropischen Zonen beispielsweise sind diese Küstengebiete üblicherweise mit Mangroven überwachsen. An der Ostsee gibt es das Wattenmeer nicht, da hier das Wasser weniger salzhaltig ist.

Das Wattenmeer ist in drei Bereiche unterteilt, die sich aus dem sublitoralen Bereich bilden, der unterhalb des mittleren Niedrigwasserstandes vorhanden ist und zu dem auch die Priele gehören. Der supralitorale Bereich wird nur bei großen Fluten überspült und üblicherweise durch Salzwiesen gebildet. Der eulitorale Bereich ist das eigentliche Watt, das bei Hoch- und Niedrigwasser jeweils oberhalb oder unterhalb des Wasserspiegels liegt.

Das Wattenmeer stellt einen besonderen und sehr extremen Lebensraum dar und so gibt es zahlreiche Tiere und Pflanzenarten, die ausschließlich hier leben und sich diesen Bedingungen angepasst haben.

Das Wattenmeer ist sensibler, als es auf den ersten Blick erscheint und durch viele Einflüsse, speziell durch den Menschen, Gefahren ausgesetzt. Neben der Eindeichung und Entwässerung der supralitoralen Bereiche sind es Umweltgifte und Nährstoffüberversorgungen durch die Landwirtschaft, die eine Gefahr für das Watt darstellen. Weiterhin gefährden Verkehr und Überfischung sowie der Tourismus das Watt.

Es gibt inzwischen speziell zum Schutz der Wattenmeere gegründete Initiativen, die inzwischen schon in internationaler Arbeit zusammenwachsen. Schon im Jahr 1987 wurde durch die Niederlande, Deutschland und Dänemark das sogenannte Common Wadden Sea Secretariat, kurz CWSS, als Initiative zum Schutz gegründet.

Bild Copyright: Image by StockUnlimited

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.